Kirchberg reagiert auf hohe Schülerzahlen

KIRCHBERG. Die Schulgemeinde hatte bereits mehrfach angekündigt, dass die Kapazitätsgrenzen der Infrastruktur aufgrund der rasant ansteigenden Schülerzahlen bald überschritten werden. Nun wird es konkreter: Man benötige akut mehr Schulraum.

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KIRCHBERG. Die Schulgemeinde hatte bereits mehrfach angekündigt, dass die Kapazitätsgrenzen der Infrastruktur aufgrund der rasant ansteigenden Schülerzahlen bald überschritten werden. Nun wird es konkreter: Man benötige akut mehr Schulraum. Eine erste Notmassnahme wurde bereits per Schuljahr 2015/16 ergriffen, indem in der Neugasse ein Pavillon aufgestellt wurde, um den sechsten Kindergarten in Bazenheid eröffnen zu können. Aufgrund der Kinderzahlen muss per Schuljahr 2016/17 ein siebter Kindergarten eingeführt werden. Auch für diesen siebten Kindergarten fehle der Platz. Der Schulrat hat nun den Entscheid getroffen, den Dachboden des Kindergartens Neugasse auszubauen, um eine langfristige Lösung anbieten zu können.

Zeit ist knapp

Da die Zeit dränge, das ganze Bewilligungsverfahren Zeit beanspruche und die schweren Bauarbeiten hauptsächlich auf die schulfreie Zeit verlegt werden müssen, um den laufenden Schulbetrieb nicht zu stören, könne man nicht zuwarten, um das Projekt in das Investitionsbudget 2016 aufzunehmen. Der vom Schulrat beschlossene Investitionskredit von 245 000 Franken werde demzufolge über das fakultative Referendum eingeholt. Die Referendumsfrist läuft vom 18. September 2015 bis 27. Oktober 2015. Der Schulrat hofft, dieses Projekt wie geplant umsetzen zu können, damit für den Sommer 2016 genügend Schulraum zur Verfügung gestellt werden kann.

Schülerzahlen steigen weiter

Die Problematik der steigenden Schülerzahlen sei damit aber noch nicht gelöst, denn auf Grund der Bautätigkeiten in der Schulgemeinde und der wachsenden Bevölkerung erwarte man längerfristig höhere Schülerzahlen. Dies hat zur Folge, dass die hohen Schülerzahlen die Primarschule und die Oberstufe ebenfalls betreffen werden.

Um die weitere Infrastruktur-planung optimal sicherstellen zu können, hat der Schulrat die Firma Schällibaum AG, Ingenieure und Architekten beauftragt, für Bazenheid eine ganzheitliche Raumplanung vorzunehmen. Es ist vorgesehen, diese Planung dann später auf die ganze Schulgemeinde auszuweiten. Mittels dieses Projektes werden verschiedene Faktoren analysiert, beispielsweise die Dorfentwicklung, die Nutzung aller Schulräume und mögliches Optimierungspotenzial.

Zudem ist die Erschliessung der bestehenden Infrastruktur ein Thema. Der Schulrat erhalte damit eine fundierte Grundlage für seine zukünftigen Entscheide, heisst es seitens der Schulgemeinde. (pd)