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KIRCHBERG-LÜTISBURG: Helm und Jacke wie die grosse Feuerwehr

Die Jugendfeuerwehr fasziniert. Mittlerweile machen 15 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 15 Jahren mit. Jetzt sind sie eingekleidet worden.
Beat Lanzendorfer
Stolz präsentieren sich die Knaben und Mädchen der Jugendfeuerwehr nach der Einkleidung mit dem Leiterteam vor dem Hubretter der Feuerwehr Kirchberg-Lütisburg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Stolz präsentieren sich die Knaben und Mädchen der Jugendfeuerwehr nach der Einkleidung mit dem Leiterteam vor dem Hubretter der Feuerwehr Kirchberg-Lütisburg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Erstmals auf die Jugendfeuerwehr aufmerksam geworden ist Mohamed Afifi an einer Weiterbildung im Jahr 2014. Er war von Anfang an begeistert. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen. So etwas müsste bei der Feuerwehr Kirchberg-Lütisburg auch möglich sein, waren seine Gedanken. Er wurde bei David Egger, dem damaligen Kommandanten, vorstellig.

Als ein paar Monate ins Land gezogen waren und er von seinem «Chef» nichts mehr hörte, hakte er nach. «Hab Geduld, wir sind dran», war die Antwort von David Egger. Und weiter: «Erarbeite ein Konzept.» Von jenem Moment an war klar, wer Kommandant der Jugendfeuerwehr wird, sollte sie bei der Feuerwehr Kirchberg-Lütisburg ins Leben gerufen werden.

Startschuss war im September 2017

Im Sommer 2017 kam Bewegung in die Angelegenheit. Das von Mohamed Afifi erstellte Konzept stand. Die beiden beteiligten Gemeinden segneten das Projekt ab. Nun war das Ziel, möglichst viele Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren zu motivieren. Bei der Faszination, welche die Feuerwehr auf den Nachwuchs ausübt, war dies gar nicht so schwierig. Im September 2017 startete ein motiviertes Leiterteam mit zehn Jugendlichen die Ausbildung. Kommandant Mohamed Afifi und dessen Stellvertreter Valentin Schättin können auf die Mithilfe von Ruedi Epper, Raphael Holenstein, Roman Koller, Simon Künzle, Reto Schweizer und Tobias Thoma zählen. Mohamed Afifi: «Wer mindestens zwölf Jahre alt ist und in seiner Freizeit das Feuerwehrhandwerk, das übrigens auch im Alltag hilfreich ist, erlernen möchte, kommt bei uns auf seine Kosten. Das Erlernte dient später beim Übertritt in die Feuerwehr als Basis.» Die Begeisterung hat sich rumgesprochen, mittlerweile gehören 15 Jugendliche, davon fünf Mädchen, im Alter zwischen 12 und 15 der Jugendfeuerwehr an.

Feierlich war die Stimmung am Samstag im Feuerwehrdepot an der Husenstrasse in Kirchberg. Die 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr wurden eingekleidet. «Wir sollten der nächsten Generation Werte mitgeben. Die heutigen Jugendlichen sind die Hoffnung von Morgen», sagte Mohamed Afifi bei seiner Begrüssung. An der Einweihung zugegen waren David Egger, ehemaliger Kommandant der Feuerwehr Kirchberg-Lütisburg, und Ueli Hui, in seiner Funktion als Kirchberger Gemeinderat Präsident der Feuerschutzkommission, und natürlich ganz viele stolze Angehörige.

Jährlich zehn Lektionen

Das Programm der Jugendfeuerwehr umfasst jährlich rund zehn Lektionen. Zu den Lernzielen gehören das Verhalten in schwierigen Situationen sowie Notfällen und deren Massnahmen. Das Gelernte soll das soziale Verantwortungsbewusstsein fördern und befähigt die Jugendlichen, mit 18 Jahren in den aktiven Feuerwehrdienst überzutreten und beim Übertritt die Basiskenntnisse mitzubringen.

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@

toggenburgmedien.ch

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