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KIRCHBERG: CVP-Hochburg wankt

Überraschendes Ergebnis in Kirchberg. Roman Habrik (FDP) verpasst die Wahl als Gemeindepräsident nur um 32 Stimmen. Er lässt Michael Sutter (FDP) und Philipp Dörig (parteilos) deutlich hinter sich.
Beat Lanzendorfer
Die CVP-Mitglieder trafen sich zur Ursachenforschung im Clubhaus des FC Kirchberg. Beat Lanzendorfer

Die CVP-Mitglieder trafen sich zur Ursachenforschung im Clubhaus des FC Kirchberg. Beat Lanzendorfer

KIRCHBERG. 1092 Stimmen für Roman Habrik, deren 682 für Michael Sutter. Auf Platz 3 folgt Philipp Dörig mit 439 Stimmen. Mit einem solch klaren Votum hatte im Vorfeld niemand gerechnet. Der CVP, die während Jahrzehnten das Sagen im Gemeindehaus hatte, droht erstmals der Verlust des Gemeindepräsidiums, hatte sie doch Philipp Dörig unterstützt. Entsprechend war die Stimmung an der Wahlfeier der Partei.

Hoch zufriedene FDP-Parteispitze

Als erster traf FDP-Kandidat Roman Habrik im «Rössli» ein, sein Gesichtsausdruck sprach Bände: «Insgeheim hatte ich auf 1000 Stimmen gehofft. Nun sind es 1092 geworden, was mich unheimlich freut.» Er, der laut eigener Aussage als einziger die Familie in den Wahlkampf eingebunden hatte, empfand es als eindeutiges Zeichen der Stimmberechtigten. Auf die Frage, ob er den fehlenden 32 Stimmen zum absoluten Mehr nachtrauere, antwortet er: «Vor sechs Monaten durfte ich nicht mit diesem Resultat rechnen. Ich glaube, ich betrieb den aktivsten Wahlkampf. Ich bin auf die Menschen zugegangen und habe mich bei vielen Vereinen persönlich vorgestellt. Die Freude über das Ergebnis überwiegt.» Michael Sutter zeigte sich in erster Linie erfreut über seine Wiederwahl in den Gemeinderat. «Bei der Wahl als Gemeindepräsident habe ich mit Roman ein gutes Ergebnis erreicht.» Er liess es offen, ob er zu einem zweiten Wahlgang antritt. FDP-Präsident Simon Seelhofer, der seine Wiederwahl in den Schulrat schaffte, erwähnte das aus seiner Sicht tolle FDP-Ergebnis: «Ueli Hui schaffte im Gemeinderat einmal mehr das beste Ergebnis, und Orlando Simeon wurde als Schulratspräsident wiedergewählt.»

Gedrückte Stimmung bei der CVP

Thomas Feller, Präsident der CVP, konnte die Enttäuschung über das schlechte Ergebnis von Philipp Dörig nicht verhehlen. «Ich glaube, die Wähler haben nicht erkannt, über welches Fachwissen Philipp Dörig verfügt.» Er selber verpasste den Einzug in den Schulrat. «Ich hätte mich gerne eingebracht. Ich bin der Auffassung, dass in den letzten Jahren in der Schule einiges falsch gelaufen ist.» Philipp Dörig möchte sich auch in Zukunft in der Dorfpolitik engagieren. «Es war eine gute Erfahrung, ich durfte im Wahlkampf viele Menschen kennenlernen.» Philipp Dörig verzichtet auf einen zweiten Wahlgang.

Wie es weitergeht, entscheidet sich diese Woche. Bis am kommenden Freitag müssen die Parteien mögliche Kandidaten für den zweiten Wahlgang am 27. November nominieren.

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