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KIRCHBERG: Bewegter Jahresausklang

Mit einer heftig-spritzigen Party ging die «Eintracht» in die musikalische Jahresendrally. Zu Gast war am Mittwochabend der Geist von James Brown – des «Godfather of Soul».
Michael Hug
Wo der Christbaum an der Decke hängt: The Soulvision Allstars mit Rich Fonje als Leadsänger auf der «Eintracht»-Bühne. (Bild: Michael Hug)

Wo der Christbaum an der Decke hängt: The Soulvision Allstars mit Rich Fonje als Leadsänger auf der «Eintracht»-Bühne. (Bild: Michael Hug)

Michael Hug

redaktion@wilerzeitung.ch

Spritziger geht es nicht, heftiger auch nicht und bewegter erst recht nicht. Mit der Musik des grossen «Götti» des Soul ins Jahresende zu tanzen, ist wohl die aufrüttelndste Form des Abgesangs auf ein Jahr, das, ob gut oder weniger gut, in jedem Fall ein gelebter Zeit-, ein Lebensabschnitt war. Was hilft es da Verpasstem nachzutrauern, lasst sie auferstehen, die Toten und Gegangenen, lasst uns Tribut zollen den wahren Helden des Showbusiness. Lasst uns feiern!

Genauso geht es. Feiern und tanzen, nicht denken. Bruno Metzger, Wirt in der Kirchberger «Eintracht», weiss das und stellt jedes Jahr zum Jahresende ein Partyprogramm zusammen, das die Feiertage nicht schont und die Tanzbeine schon gar nicht. Zum Wochenhöhepunkt hat Metzger die Berner-Solothurner Allstars-Band «Soulvision» mit ihrem James-Brown-Tribute-Programm eingeladen. James Brown – allein der Name verspricht spritzig-deftig-heftige Musik, die in die Glieder fährt und kein solches in Ruhe lässt.

Gearbeitet und verbessert

Soulvision – sieben Musiker und eine Musikerin – hat sich dem Erbe des Soul-Paten schon kurz nach dessen Tod am Weihnachtstag 2006 angenommen und seither ständig daran gearbeitet, performt und verbessert. Er sei der härtest arbeitende Mann des Showbusiness gewesen, sagt man über Brown. Dem Erbe die entsprechende Würde zu erweisen, ist also ein ebenso hartes Stück Arbeit, dem sich die «Allstars» Rich Fonje, Gesang (Grandmothers Funk, Brothertunes), Dave Feusi, Saxophon (Funky Brotherhood, The Clients), Fabienne Hoerni, Saxophon, René Mosele, Posaune (Grandmothers Funk, Nilsa), Matthew Savnik, Keyboard, Sam «the Kungfu Man» Siegenthaler, Gitarre, Pascal P. Käser, Bass und J.J. Flueck, Schlagzeug (alle drei JJ’s Hausband) angenommen haben.

Doch einfach nur den Paten imitieren, gar kopieren, ist nicht drin. Die Allstars haben mehr aus dem Erbe gemacht, ihm Tribut gezollt, im Wissen, dass man Tote nicht lebendig, aber wiederbeleben kann. Die Band, die da am Mittwochabend in der Hitze der Nacht (drinnen) den frischen Schnee (draussen) schmelzen liess, hat die Formel gefunden, wie man Browns Musik nicht einfach nachspielt, sondern richtiggehend zelebriert. Da fehlt zwar der Sexappeal des «Godfather of Soul» (und die legendären Schweissausbrüche), doch der Sänger der «Allstars», Rich Fonje, ist auch ein knackiges Bürschchen mit einer funkigen Stimme – nur etwas mehr lächeln könnte er schon. Wenn aber das grosse Vorbild einst jegliche Aufmerksamkeit auf sich zog, so war das am Mittwochabend ziemlich anders. Es spielte eine Band – und das so fetzig, spritzig, deftig und funkig, dass fast nichts am Ort stehen und liegen blieb. Am wenigsten die Beine des begeisterten Publikums.

Weiteres Programm in der «Eintracht»: heute Abend Chickenleg Shuffle; morgen Samstag Bad Taste Party, je ab 21 Uhr; www.eintracht-kirchberg.ch

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