Kinderkrebshilfe genehmigt Gesuche

Die Kinderkrebshilfe Schweiz mit Sitz in Olten hat im vergangenen Jahr betroffene Familien mit total 273 474 Franken unterstützt. Der Jahresbericht 2012 wurde an der 25. Mitgliederversammlung im Freizeitpark in Niederbüren erläutert.

Drucken
Teilen

NIEDERBÜREN. Jährlich erkranken in der Schweiz etwa 250 Kinder an Krebs. «Der Krebs begleitet betroffene Familien ein Leben lang», sagte Daniela Dommen, Präsidentin der Kinderkrebshilfe Schweiz, an der 25. Mitgliederversammlung in Niederbüren. Sie und der Vorstand sowie die 409 Aktivmitglieder wissen dies aus eigener Erfahrung. Nebst Begleiten und Unterstützen der betroffenen Familien liegt die Stärke der Kinderkrebshilfe im Bereich «Ferien und Aktivitäten»-Angebote. «Da sind wir einmalig, bestimmt auch deshalb, weil wir den Fokus aus eigener Betroffenheit heraus auf die ganze Familie richten und nicht <nur> das erkrankte Kind ins Zentrum setzen», sagte Geschäftsleiterin Birgitta Setz.

Auftanken und entspannen

Angeboten werden beispielsweise Familienferien, Geschwister-Wochenende, Wellness-Wochenende für Väter und Mütter und neu ein Wochenende für Paare oder Einzelpersonen, die ihr Kind an Krebs verloren haben. «Sie können auftanken oder einfach entspannen», ergänzte die Geschäftsleiterin. Zum ersten Mal wurde im vergangenen Jahr eine Ferienwoche für junge Menschen mit Krebs unter dem Dach der Kinderkrebshilfe Schweiz durchgeführt.

Der Kinderkrebshilfe Schweiz gehören die Elterngruppen Aarau, Bern, Ostschweiz und neu Basel an. Die verschiedenen Elterngruppen arbeiten jeweils noch zusätzlich eigene Jahresprogramme aus. «Wir unternehmen mit unseren Familien an einzelnen Wochenenden Verschiedenes; laden zu Ausflügen ein, treffen uns zum Brunch oder basteln mit den Kindern», sagt Lilian Baumann aus Oberbüren, Leiterin der Elterngruppe Ostschweiz. Das werde sehr geschätzt. Denn für viele Eltern sei es wichtig, den Alltag hinter sich zu lassen und einfach zu geniessen. Viele freuen sich bestimmt schon auf den 2. Juni: Dann sind Kliby und die vorlaute Caroline Gäste am Grillplausch der Elterngruppe Ostschweiz.

Das Nachsorge-Projekt

Ein neues Projekt der Kinderkrebshilfe Schweiz ist die Nachsorge. Es beteiligen sich daran die Schweizerische pädiatrische Onkologie-Gruppe (Spog), das Kinderkrebsregister, ehemals Kinderkrebs-Betroffene (Survivors) und die Kinderkrebshilfe Schweiz. Sie alle wünschen sich von Kliniken, dass onkologischen Patienten ein Austrittsbrief abgegeben wird, in dem Empfehlungen für die weitere Behandlungen aufgelistet sind. Dieser Austrittsbrief soll einheitlich in der ganzen Schweiz abgegeben werden.

1,5 Millionen Franken Spenden

Die Kinderkrebshilfe Schweiz finanziert sich fast ausschliesslich durch Spenden. Im Jahr 2012 sind 1,5 Millionen Franken eingegangen. So konnten insgesamt 122 Anfragen – mehrere davon auch aus der Ostschweiz – für finanzielle Unterstützung positiv beantwortet werden. Es wurden insgesamt 273 474 Franken ausbezahlt. Der Hauptanteil der Gesuche betraf die Vergütung der Reisekosten, nämlich 111 533 Franken. Weiter leistete die Kinderkrebshilfe Schweiz finanzielle Beiträge zur Überbrückung in Notlagen, Übernachtung und Verpflegung für Begleitpersonen im Spital oder im Ronald-McDonald-Haus. «Von diesen 1,5 Millionen Franken Spenden haben wir insgesamt 1,1 Millionen Franken für Direktbetroffene eingesetzt», erklärte Birgitta Setz. (pd)

Aktuelle Nachrichten