Kindergarten zügelt im Juni 2016

Ende November haben die Jonschwiler Stimmbürger dem Ersatzbau des Kindergartens beim Schulhaus Sonnenrain zugestimmt. Bis Ende Januar lag das Bauprojekt öffentlich auf. Da es keine Einsprachen gab, fahren im Juli die Bagger auf.

Stefan Etter
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Felix Ambühler, Bau- und Liegenschaftsverwalter, auf dem Gelände des Sonnenrain-Schulhauses (links), an das der Kindergarten angebaut wird. (Bild: Stefan Etter)

Felix Ambühler, Bau- und Liegenschaftsverwalter, auf dem Gelände des Sonnenrain-Schulhauses (links), an das der Kindergarten angebaut wird. (Bild: Stefan Etter)

JONSCHWIL. Seit Mitte Januar zeigen Visiere auf dem Areal des Sonnenrain-Schulhauses an, wohin der neue Kindergarten in Jonschwil einquartiert werden soll – in einen neuen Anbau auf der Nordseite des bestehenden Schulgebäudes. Darüber hat das Stimmvolk Ende November entschieden. Die Gemeinde hat nun das Bauprojekt dem Kanton eingereicht. «Er hat drei Monate Zeit, um es zu studieren», sagt Felix Ambühler, Bau- und Liegenschaftsverwalter der Gemeinde Jonschwil. Er rechne aber nicht damit, dass das Bauprojekt mit Bauauflagen zurückkommt. «Wir haben bereits im Vorfeld Gespräche geführt und die Erkenntnisse in das Projekt einfliessen lassen.»

Dreigeschossiger Anbau

Seit Mitte Januar liegt nun das Baugesuch im Gemeindehaus öffentlich auf. Das Projekt sieht einen dreigeschossigen Anbau auf der Nordseite des Sonnenrain-Schulhauses vor. «Quasi eine Verlängerung der bestehenden Liegenschaft», sagt Ambühler. Die Etagen werden auf gleichem Niveau miteinander verbunden und das Giebeldach im Anbau übernommen. Insgesamt entstehen so drei Unterrichtszimmer für den Kindergarten – eines im Erd- und zwei im Obergeschoss. Der Eingang befindet sich auf der Westseite des Schulhauses bei der Brühlstrasse.

«Es war uns wichtig, dass die Schulzimmer direkten Zugang zu Aussenbereichen haben», sagt Ambühler. So gelangen die Kinder über das Schulzimmer im Erdgeschoss und auf der Ostseite des Obergeschosses auf die Spielwiese. «Beim Wiesenbord ist eine Rutschbahn geplant. Wir werden auch Spielgeräte des alten Kindergartens übernehmen – genauso wie Tische, Stühle und Wandtafeln. Das Schulzimmer auf der Westseite des Obergeschosses biete ausserdem Zugang zu einer Terrasse und somit zusätzlichen Raum. Das Untergeschoss wird mit einem Gruppen- und einem Geräteraum ergänzt und soll über einen rund 90 Quadratmeter grossen Raum verfügen, der als Reserve dient und von Vereinen benutzt werden kann. Im Untergeschoss sind ein Musik- und ein Geräteraum, ein Lager für Bastelmaterialien und Räume für Technik, Gartengeräte und Hauswart geplant. Ebenfalls wird es einen Lift geben, um das Schulhaus behindertenfreundlich zu gestalten.

Einfach und funktionell

«Wir haben den Anbau einfach und funktionell geplant. Doch wir werden hochwertige Materialien verwenden», sagt Ambühler. So werden die Aussenwände des Anbaus beispielsweise mit modernster Technik isoliert. Zudem werden die Unterrichtsräume mit grosszügigen Fensterfronten ausgestattet. «Das macht hell, sorgt für ein gutes Lernklima und spart Strom, weil weniger Lampen brennen.» Durch die vielen Fenster gehe aber – trotz Dreifachverglasung – Wärme verloren. «Dadurch, dass wir den schlecht isolierten Kindergarten durch einen modernen Anbau ersetzen, sparen wir dennoch Energiekosten.» Zudem ist auf der Ostseite des Giebeldaches eine Photovoltaikanlage geplant, die dereinst Strom produzieren wird.

Dass der alte Kindergarten abgerissen wird, habe aber nicht nur mit der schlechten Bausubstanz zu tun, sondern auch mit den zu niedrigen Räumen, die nicht mehr den Vorschriften entsprechen. «Bei der Projektierung haben wir uns an die Empfehlungen des Erziehungsdepartements gehalten», sagt Ambühler. «Die Schulzimmer liegen mit rund 82 Quadratmetern über den Vorgaben.»

Im Dezember hat die Gemeinde den Architekturauftrag ausgeschrieben – den Zuschlag erhielt die Flawiler BGW Huber GmbH. Doch bis die Bagger auffahren, dauert es noch eine Zeit. Bis Ende Januar konnten Einsprachen eingegeben werden. Nach Angaben des Bauverwalters gab es keine. «Ich habe auch nicht damit gerechnet», sagt Ambühler. Vor der Abstimmung habe sich in der Bevölkerung kein Widerstand gegen den Neubau geregt. «Zudem haben wir nicht einmal die maximale Bauhöhe ausgeschöpft.»

Parkplätze werden verlegt

Laut Ambühler soll während der Sommerferien im Juli der Aushub erfolgen. «Der Rohbau sollte bis Ende Jahr abgeschlossen sein.» Vorher muss das Hauswartsgebäude neben dem Schulhaus abgerissen werden, da es marode ist und dem Anbau im Weg steht. Ebenfalls werden die Parkplätze neben dem Schulhaus aufgehoben und an die Schulstrasse versetzt. Im Juni 2016 soll dann der neue Kindergarten bezugsbereit sein, damit im Juli oder August der Altbau abgerissen werden kann. «Im März sollten wir vom Kanton die Baubewilligung erhalten», sagt Felix Ambühler.

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