Kindergarten soll in Schule zügeln

OBERBÜREN. Die Klassenbestände im Oberbürer Schulhaus Brühlacker schrumpfen. Die überzähligen Schulräume will der Primarschulrat nun für eine Integration des Kindergartens Schlossgarten nutzen. Im März wird darüber abgestimmt.

Andrea Häusler
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Die Kindergartenräume an der Sandackerstrasse 7 könnten vermietet oder verkauft werden. (Bilder: Andrea Häusler)

Die Kindergartenräume an der Sandackerstrasse 7 könnten vermietet oder verkauft werden. (Bilder: Andrea Häusler)

Konkret geht es um drei Schulzimmer, die in Kindergartenräume umgestaltet werden sollen. Damit könnte im Primarschulhaus Brühlacker Raum für die beiden Kindergartenklassen geschaffen werden, die derzeit im Schlossgarten unterrichtet werden. Für den Umbau rechnet der Primarschulrat Oberbüren-Sonnental mit Kosten von rund 730 000 Franken. Das Projekt umfasst neben einer Totalsanierung der Zimmer die Umgestaltung des Vorraums, der Toilettenanlagen und eine Ergänzung des Spielplatzes. Der Kindergarten soll im Erdgeschoss untergebracht werden und einen direkten Zugang zur Umgebung haben.

Über den Investitionskredit von 730 000 Franken soll die Bürgerschaft an der Bürgerversammlung vom 9. März dieses Jahres entscheiden.

Klassenbestand halbiert

Noch vor dreizehn Jahren wurden im Schulhaus Brühlacker inklusive Realschule zwölf Klassen unterrichtet, schreibt der Schulrat in seiner Mitteilung. Heute sind es noch sechs Primarklassen. Dies ermöglichte bereits in der Vergangenheit die Schaffung der schon lange nötigen Gruppenräume. Nach wie vor stehen aber drei Schulzimmer leer. Zimmer, die sich für eine Integration des Kindergartens eigneten. «Die geplanten Investitionen ermöglichen der Schule einen Schritt in die Zukunft», ist der Schulrat überzeugt. Ein gemeinsamer Schulstandort analog dem Schulhaus Sonnental bringe pädagogische, organisatorische, personelle und nicht zuletzt auch finanzielle Vorteile. Ausserdem liessen die Prognosen zu den Kinderzahlen, aber auch die abflachende Bautätigkeit in Oberbüren den Schluss zu, dass die Schülerzahlen sich auf dem jetzigen Stand einpendeln werden und mit dem verbleibenden Reservezimmer ein allfälliger grösserer Jahrgang aufgefangen werden könnte.

Keine «Verschulung»

«Bereits aus einer Fremdevaluation im Jahr 2010 resultierte die Empfehlung, aus organisatorischen Gründen eine Integration zu prüfen», fasst Schulratspräsident Martin Frischknecht die Argumentation des Schulrats zusammen. Die Wege zum Turn- und Musikunterrichts seien alles andere als ideal. Auch der Besuch von Logopädie, Deutschunterricht oder Mittagstisch erfordert Mehraufwände. «Synergien können kaum genutzt werden.» In der Zusammenführung von Schule und Kindergarten sieht Frischknecht keine Probleme. Im Gegenteil. Der Kindergarten – mittlerweile obligatorisch zu besuchen – sei Bestandteil der Schule: «Grundsätzlich erfolgt bereits mit dem Eintritt in den Kindergarten die Einschulung.» Dies erfordere ohnehin eine vermehrte Zusammenarbeit der Lehrpersonen.

Verkauf der Kindergartenräume

Die Kindergärten Schlossgarten an der Sandackerstrasse 7 werden vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen überführt. «Die Wohnungen gehören der Schulgemeinde», sagt Martin Frischknecht. Sie könnten vermietet oder verkauft werden. Der Schulrat werde im Laufe dieses Jahres die möglichen Optionen prüfen.

Hat drei freie Schulzimmer: Die Primarschulanlage Brühlacker.

Hat drei freie Schulzimmer: Die Primarschulanlage Brühlacker.