Kinder gestalten Spielplätze mit

Der Flawiler Gemeinderat will ein Konzept für die 17 öffentlichen Spielplätze erstellen. Nötig wird die Erneuerung einiger Anlagen, weil sie in einem schlechten Zustand sind. Kinder und Eltern sollen ihre Ideen in das Projekt einbringen.

Ives Bruggmann
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Kinder vergnügen sich auf dem Spielplatz bei der Schulanlage Botsberg. (Bild: pd)

Kinder vergnügen sich auf dem Spielplatz bei der Schulanlage Botsberg. (Bild: pd)

FLAWIL. Das Ergebnis einer Untersuchung der öffentlichen Spielplätze in Flawil sei «unerfreulich» gewesen, sagt René Bruderer, Geschäftsleiter Bau und Infrastruktur der Gemeinde. «Es wurden zum Teil morsche Stellen an den Holzstämmen festgestellt. Auf einigen Plätzen waren Aufprallschutz oder Absturzsicherung nicht normgerecht», präzisiert Bruderer. Und weiter: «Wir haben deshalb mehrere Geräte und Anlageteile entfernt und mehrere Klettergerüste abgebaut.» Damals habe die Gemeinde versprochen, die entfernten Geräte zu ersetzen oder mit anderen Geräten zu kompensieren. «Und das nehmen wir jetzt an die Hand», sagt Bruderer.

Konzept für alle Anlagen

Weil es sich um insgesamt 17 Spielplätze handelt, macht laut Gemeinderat ein Gesamtkonzept Sinn. An diesem sollen auch Kinder und Eltern mitwirken. Der Flawiler Schulratspräsident Christoph Ackermann erklärt: «Das ist ganz im Sinne unserer aktuellen Bemühungen, Flawil als kinderfreundliche Gemeinde zu positionieren. Überall dort, wo Kinder ganz direkt betroffen sind, sollen sie mitreden können.» In der Projektgruppe mit dabei sind neben Kindern und Eltern auch Vertreter aus den jeweiligen Quartieren.

Fallweise werden auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu), die Polizei und der Unterhaltsdienst hinzugezogen. Fachlich begleitet wird das Projekt von der Hochschule Rapperswil und der Fachhochschule St. Gallen. Ende Mai findet die erste Sitzung statt. In Workshops und Befragungen sind die Meinungen der Kinder gefragt. «Wir wollen ihre Anliegen ernst nehmen, denn sie sind es, die später die Spielplätze benutzen», sagt René Bruderer.

Kanton beteiligt sich

Für das Projekt rechnet die Gemeinde Flawil mit Kosten von rund 50 000 Franken. Das kantonale Amt für Gesundheitsvorsorge übernimmt einen Fünftel dieser Summe. Dies, weil Spielplätze Orte sind, wo sich Kinder bewegen können und ihre motorischen Fähigkeiten trainiert werden. Das Ziel der Gemeinde ist es, das Spielplatzkonzept bis Ende Jahr zu erstellen und dieses in den Folgejahren schrittweise umzusetzen.