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Kinder bauen ihre Stadt der Zukunft

Erstmals organisierte das Architektur Forum Ostschweiz eine Sonderwoche für Schülerinnen und Schüler. Dort lernten sie auf spielerische Weise, wie Architektur funktioniert und was es für den Bau eines Gebäudes alles braucht.
Gianni Amstutz
Das muss festgehalten werden: Die Kinder haben auf Grundstücken der Säntisstrasse Modellhäuser gebaut. (Bilder: Gianni Amstutz)

Das muss festgehalten werden: Die Kinder haben auf Grundstücken der Säntisstrasse Modellhäuser gebaut. (Bilder: Gianni Amstutz)

Was fehlt in der Stadt Wil? Geht es nach den zehn Kindern und Jugendlichen, die am Architektur-Camp teilgenommen haben, ist die Antwort klar: ein Kuchenmuseum, ein Freizeitpark und eine Raketenstartrampe. Diese Visionen erarbeiteten sie im Rahmen einer Sonderwoche, die heuer zum ersten Mal veranstaltet wurde. Initiant ist das Architektur Forum Ostschweiz. Im Sommer-Camp-Architektur verwandelten sich die 10- bis 14-jährigen Kinder in Bauherren, Architekten sowie Städteplaner und setzten sich auf spielerische Weise mit Architektur auseinander.

«Das Ziel ist es, ihnen Architektur näherzubringen und sie für Bauthemen zu sensibilisieren», erklärt Renato Tamburlini, Leiter Hochbau der Stadt und Verantwortlicher für die Durchführung. Schliesslich gebe es in der Schweiz, anders als beispielsweise in Finnland, kein Schulfach, in dem man sich damit befasse.

Um das komplexe Thema für Kinder verständlich zu machen, wechseln sich Theorieblöcke mit praktischen Anwendungen ab. So haben die Kinder beispielsweise mit eigenen Modellen die Säntisstrasse nachgebaut. Dazu erhielt jedes Kind ein Grundstück zugeteilt und durfte darauf ein eigenes Haus erstellen. «Dabei gehen die Kinder mit sehr viel Fantasie ans Werk», sagt Tamburlini. Ein Mädchen habe beispielsweise eine Rutschbahn in ihr Haus eingebaut.

Herausforderungen der Bauplanung aufzeigen

Die Projektwoche ist aber mehr als ein Bastelworkshop. So wird den Kindern auch aufgezeigt, wo in der Realität die Grenzen des Machbaren liegen. In einem Rollenspiel werden sie zu Architekten, Bauherren, , Anwälten, Anwohnern oder Bankern. Dabei wird schnell einmal klar, dass gesetzliche, finanzielle und technische Bedingungen wesentliche Faktoren beim Bau eines Gebäudes sind. Als die Frage aufkommt, wo die Tiefgarage für das neue Einkaufszentrum an der Säntisstrasse gebaut werden soll, will keines der Kinder, dass dies in seiner unmittelbaren Nachbarschaft ist. Zudem stellten sich beim Rollenspiel Fragen wie «Spricht die Bank einen Kredit?» oder «Ist das Modell des Traumhauses technisch überhaupt umsetzbar?»

Wiler Bauwerke besucht

Mit diesen Methoden wird den Kindern in der Projektwoche Wissen vermittelt, ohne sie zu überfordern. Doch Baukultur wird nicht nur gebastelt und besprochen, sondern auch erlebt. So unternahm die Gruppe verschiedene Exkursionen. Dabei setzten sie sich mit dem Baronenhaus, dem Wiler Turm sowie dem Silo auseinander und besuchten die Baustelle im Ebnet-Saal unter dem Notdach.

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