«Kiga+» kann in Jonschwil vorerst nicht umgesetzt werden

Mit dem negativen Entscheid der Bürgerversammlung besteht in Jonschwil vorerst keine Möglichkeit mehr, das Einschulungskonzept «Kiga+» mit dem «Brückenbogen» einzuführen.

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jonschwil. Der Schulrat Jonschwil-Schwarzenbach hat im 2009 entschieden, die Basisstufe auf das Schuljahr 2010/2011 wieder in das Modell Kindergarten zurückzuführen. Dies aufgrund der unsicheren politischen Entwicklung des kantonalen Projekts und dem Abschlussbericht, der dieser Schulform keinen signifikanten Mehrwert attestierte.

Einschulungsproblematik

An den Primarschulen Jonschwil und Schwarzenbach werden somit wieder übliche Kindergartenklassen geführt. «Gemäss kantonalen Vorgaben ist der Einschulung vom Kindergarten in die Primarschule ein besonderes Augenmerk zu geben», schreibt der Schulrat Jonschwil-Schwarzenbach. So führte Jonschwil früher eine Einführungsklasse. Schwarzenbach hatte dies wegen der Basisstufe nicht nötig. Die Auflösung der Einführungsklasse war dank der neu eingeführten integrativen Schulungsform ISF möglich geworden. Dies führte laut Mitteilung des Schulrats zu Einsparungen von Sonderschulgeldern und eben der nicht mehr benötigten Einführungsklasse. So musste der Schulrat feststellen, dass die Einschulungsproblematik unter den gegebenen Umständen neu betrachtet werden muss.

Altersgerechter Übertritt

Der Kindergarten hat laut Pressemitteilung den Nachteil, dass die Kinder unabhängig von ihrem Entwicklungsstand per 1. August in die erste Klasse wechseln. «Der altersgerechte Übertritt ist nicht gewährt», schreibt der Schulrat. Für den Übertritt vom Kindergarten in die erste Klasse wurde darum mit «Kiga+» ein Einschulungskonzept erarbeitet. Einschulungskonzepte anderer Schulen sehen Einführungsklasse, Einschulungsjahr oder Schulkindergarten vor.

«Brückenbogen»

Das Einschulungskonzept «Kiga+» der Schulgemeinde umfasst den so genannten «Brückenbogen». Dieser unterstützt Kinder, welche verfrüht oder verspätet schulreif sind. Während der Übertrittsphase vom Kindergarten in die Unterstufe werden die entsprechenden Kinder mit verschiedenen Inhalten gefördert. Frühzeitig schulreife Kinder erhalten die Möglichkeit, bereits vor dem Eintritt in die erste Klasse ihr Können zu zeigen. Kinder, welche verzögert schulreif sind, werden nach dem Übertritt in die erste Klasse unterstützt, damit sie die Freude an der Schule behalten und den Entwicklungsrückstand aufholen können.

Förderkosten tief halten

Dies bietet laut Schulrat Gewähr, dass im weiteren Verlauf der Schulkarriere die Förderkosten tief bleiben. Das Einschulungskonzept «Brückenbogen» sei eine finanziell günstige Lösung in Kombination mit dem bewährten vom Kanton bewilligten Förderkonzept, schreibt der Schulrat: «Es braucht keine Einführungsklasse, und auf teure externe Schulgelder (Sonderschulen und dergleichen) kann grossmehrheitlich verzichtet werden.

Von diesem Einschulungskonzept, das Aufgabe jeder Schulträgerschaft ist, profitieren nun gleichermassen unsere Kleinsten an der Primarschule Jonschwil und Schwarzenbach.»

Konzept überarbeiten

«Mit dem Entscheid der Bürgerversammlung 2011 haben wir vorerst keine Möglichkeit mehr, das Einschulungskonzept <Kiga+> umzusetzen», hält der Schulrat fest. Dies sei ein klarer Nachteil für die Jüngsten an der Schule. Die Schule wird das Einschulungskonzept überarbeiten müssen. Ob eine zeitgemässe Lösung ohne Kostenfolge zu haben sein wird, bezweifelt der Schulrat. (sr.)

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