Kiesabbau-Gegner formieren sich

Die Rechnung 2012, das Budget 2013 sowie die Gründung der Sana Fürstenland AG wurden diskussionslos und ohne Gegenstimme gutgeheissen. Die Interessengemeinschaft «Depo-Nie Oberbüren» machte auf ihr Anliegen aufmerksam.

Zita Meienhofer
Drucken
Teilen
Michael Hungerbühler informierte als Sprecher der Interessengemeinschaft «Depo-Nie» Oberbüren über Kiesabbau in Deponien. (Bilder: zi.)

Michael Hungerbühler informierte als Sprecher der Interessengemeinschaft «Depo-Nie» Oberbüren über Kiesabbau in Deponien. (Bilder: zi.)

NIEDERWIL. Der Schulhaussaal in Niederwil war am Montagabend gut besetzt. 263 der 2877 Stimmberechtigten – das sind 9,14 Prozent – wohnten der Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde Oberbüren bei. Traktandiert waren die Rechnung 2012, das Budget 2013 sowie die Gründung und Beteiligung an der Sana Fürstenland AG. Die Rechnung, die mit einem Gewinn von 432 000 Franken schloss, wurde genehmigt. Ebenso das Budget 2013, in dem mit einem Defizit von 470 000 Franken gerechnet wird, bei gleichbleibendem Steuerfuss von 112 Prozent. Auch die Gründung und Beteiligung an der gemeinnützigen Aktiengesellschaft Sana Fürstenland AG wurde gutgeheissen. Die Bürgerschaft sprach dafür für eine ersten Phase 47 500 Franken und für eine zweite Phase 518 000 Franken.

Kiesabbauprojekt gibt zu reden

Bereits in den vergangenen Wochen sorgte das Kiesabbauprojekt im Sonnenberg in Niederwil der Holcim AG, verbunden mit einer Deponie, für Gesprächsstoff. In den vergangenen Tagen formierte sich eine Interessengemeinschaft, die sich gegen dieses Projekt wehrt. In der allgemeinen Umfrage informierte Andrea Taverna, Gemeindepräsident von Oberbüren, wie bereits an der Vorgemeinde über dieses Projekt. Er wies nochmals darauf hin, dass die Gemeinde weder Initiantin noch Bauherr oder Verfasserin sei. Das sei ausschliesslich ein Geschäft zwischen der Holcim AG und den vier Grundeigentümern, die ihr Land zur Verfügung stellen. «Der Gemeinderat ist letztlich nur ein Glied im Bewilligungsverfahren», so Taverna.

IG «Depo-Nie»

Die Interessengemeinschaft «Depo-Nie Oberbüren» bekam die Gelegenheit, ihr Anliegen vorzutragen. Michael Hungerbühler zeigte während rund zehn Minuten die allfälligen Auswirkungen dieses Projektes auf. Er machte die Anwesenden darauf aufmerksam, dass nicht nur die Niederwiler von einem allfälligen Kiesabbau betroffen sein werden, sondern die ganze Gemeinde.

Mit Nachdruck deponierte er beim Gemeinderat, dass dieser das Projekt gut prüfen und sich über die Auswirkungen in der Gemeinde Gedanken machen soll. Andrea Taverna nahm die Worte von Michael Hungerbühler auf und versprach, die Anliegen und Argumente der IG «Depo-Nie Oberbüren» und allen anderen Betroffenen ernst zu nehmen und das Projekt nach bestem Wissen und Gewissen zu prüfen.

Aktuelle Nachrichten