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Kessler geht freiwillig mit

WIL. Tierschützer Erwin Kessler verteilte gestern vor dem Mode Weber in Wil Flugblätter gegen Pelz. Zu einer Festnahme wie am Samstag in St. Gallen kam es nicht. Jedoch zu einer Verzeigung.
Ursula Ammann
40 Minuten dauerte die Flyer-Aktion von Erwin Kessler. Dann folgte er einem Beamten der Kantonspolizei auf den Posten. Weil Kessler keine Bewilligung einholte, erhält er eine Verzeigung. Diese wird er anfechten. (Bild: Ursula Ammann)

40 Minuten dauerte die Flyer-Aktion von Erwin Kessler. Dann folgte er einem Beamten der Kantonspolizei auf den Posten. Weil Kessler keine Bewilligung einholte, erhält er eine Verzeigung. Diese wird er anfechten. (Bild: Ursula Ammann)

«Sie betrifft es persönlich» sagt Erwin Kessler zu einer Frau mit Pelzkragen und streckt ihr einen Flyer entgegen. Darauf steht in dicken Lettern «Kalt? Wie wär's mit Pelz von Mode Weber. Da gibt's Pelz aus Fallenjagd und aus Käfighaltung. Aber keine Angst: Die Tiere schreien nicht mehr.» Als Vorlage für sein Flugblatt dient Kessler ein Inserat von Roman Weibel, dem Informationsbeauftragten der Gemeinde Flawil. Weibel schaltete dieses in einer Tageszeitung (die Wiler Zeitung berichtete am 18. Dezember).

Schluss nach 40 Minuten

Die Aktion vor dem Mode Weber auf der Oberen Bahnhofstrasse in Wil verläuft friedlich. Rund 40 Minuten lang verteilt Kessler seine Flugblätter an die Passantinnen und Passanten. Dies in Beobachtung mindestens eines Zivilpolizisten.

Um 14.55 Uhr unterbricht ein Beamter der Kantonspolizei – ebenfalls in zivil – die Aktion des Tierschützers. Ihm folgt Kessler nach einer kurzen Unterredung freiwillig auf den Posten «um die Formalitäten zu erledigen», wie er sagt.

Verzeigung anfechten

«Es gibt eine Verzeigung», bestätigt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Kessler sei im Vorfeld seiner Aktion darauf aufmerksam gemacht worden, dass es zum Verteilen von Flugblättern eine Bewilligung brauche. Erwin Kessler will die Verzeigung rechtlich anfechten.

Am vergangenen Samstag führte Erwin Kessler eine Anti-Pelz-Aktion vor dem Mode Weber in St. Gallen durch. Auch dort verteilte er Flugblätter an Passanten und wurde von Beamten der Stadtpolizei St. Gallen in einem Kastenwagen abgeführt.

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