«Kenne keine dummen Volleyballer»

Zwei Jahre nach dem Abstieg aus der 1. in die 2. Liga spielt der STV Wil nächste Saison wieder überregional. Reto Schernthammer gibt sich überzeugt, dass diesmal der Ligaerhalt kein Problem darstellt.

Urs Nobel
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Reto Schernthammer (mit gelbem Leibchen) wird nur noch Spieler sein. Neu trainiert Draho Greso (mit Ball) den STV Wil. Neue Spieler als Hoffnungsträger sind Lukas Zürcher (links), Adi Schläpfer (2. v. l.) und Philipp Brunner (rechts). (Bild: PD)

Reto Schernthammer (mit gelbem Leibchen) wird nur noch Spieler sein. Neu trainiert Draho Greso (mit Ball) den STV Wil. Neue Spieler als Hoffnungsträger sind Lukas Zürcher (links), Adi Schläpfer (2. v. l.) und Philipp Brunner (rechts). (Bild: PD)

Am Samstag startet der STV Wil in die neue Saison mit einem Cupspiel gegen Bütschwil. Eine Woche darauf steht das erste Meisterschaftsspiel auf dem Programm. In der 1. Liga. Der zurückgetretene Spielertrainer Reto Schernthammer ist überzeugt davon, dass die Mannschaft den Ligaerhalt schafft. Ja sogar, dass sein Team, dem er weiterhin als Spieler angehört, eine Rolle in der 1. Liga spielen wird. Dies dank des neuen Trainers Draho Greso und drei Neuzuzügen, welche Erfahrung in höheren Ligen besitzen.

Schernthammer schwärmt vor allem vom neuen Trainer: «Greso war Profispieler in der Slowakei und Deutschland und in der Folge auch Profitrainer. Dass er uns trainiert, hat nicht zuletzt damit zu tun, dass wir ihm eine Arbeitsstelle vermitteln konnten, er aber auch sieht, dass der STV Wil ein gut geführter Verein ist. Der Kontakt kam über unseren <weissen Riesen>, Vince Kerkhoff, zustande. Die beiden spielten schon in einer U50-Auswahl zusammen.»

Sogar Aufstiegsspiele sind realistisch

Wegen des neuen Trainers und vor allem der Neuzuzüge von Lukas Zürcher, Adi Schläpfer und Philipp Brunner lautet die Zielsetzung des STV Wil nicht einfach Ligaerhalt. Ganz allgemein geht man davon aus, dass er in der 1. Liga eine massgebliche Rolle wird spielen können. «Gut möglich, dass wir am Schluss der Saison auch noch Aufstiegsspiele bestreiten werden», gibt sich Schernthammer kämpferisch und auch optimistisch. «Wir können damit aber auch noch eine weitere Saison warten. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir im Verlauf der Saison noch weitere hochkarätige Zuzüge vermelden können und diese uns zusätzlich verstärken.»

Die Zukunft sieht somit ziemlich rosig für den STV Wil aus. Doch was passiert mit den zahlreichen jungen Spielern, auf die man bisher gesetzt hat? «Wir hatten junge Spieler in der Aufstiegsmannschaft, die für die 1. Liga schlichtweg nicht genügen. Von diesen müssen wir uns leider trennen», erklärt Schernthammer. «Wer jedoch im Kader verbleibt, wird auch zu Einsätzen kommen.» Schernthammer macht jedoch darauf aufmerksam, dass der STV Wil eine zweite Mannschaft in der Meisterschaft stellt und besagte junge Akteure dort spielen und Spielpraxis sammeln können.

Die Stadt Wil als Volleyballstützpunkt, das sieht Schernthammer als realistisch. Sowohl von West als auch von Ost sei die Äbtestadt gut erreichbar und somit für Spieler interessant. Zudem dürfe nicht vergessen werden, dass Wil über eine Kantonsschule verfügt, die ebenfalls als Spielerlieferant herhalten könnte. «Das wären dann Spieler mit Köpfchen, und solche braucht die Sportart Volleyball. Ich habe jedenfalls noch nie einen dummen Volleyballer kennen gelernt.»

Wer sportlich über ein gewisses Niveau verfügt, erhebt gerne Ansprüche. Im Falle der Volleyballer beispielsweise in Form einer Dreifachturnhalle. Doch das verneint Schernthammer. «Wir können in der Klosterweghalle neu der Länge nach spielen, und das genügt uns. Schön wäre einzig, wenn die Klosterweghalle ausschliesslich von Volleyballern benützt werden könnte.»