«Keiner wird weggenommen»

Roger Zürcher von der Nachwuchs-Abteilung des FC St. Gallen weilte bei den FC Uzwil- Supportern und stellte in einem Vortrag das neue Ostschweizer Nachwuchsprojekt vor.

Urs Nobel
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FUSSBALL. Die Angst bei den kleinen Vereinen ist jeweils gross, dass ihnen der FCSG oder der FC Wil Nachwuchsfussballer «wegnimmt». Aus diesem Grund waren die Supporter des FC Uzwil besonders gespannt darauf zu erfahren, was ihnen Roger Zürcher, der technische Leiter des Nachwuchs FC St. Gallen zu sagen hatte. Bevor dieser zu seinem Referat starten konnte, erledigte die Supporter–Vereinigung die Traktanden ihrer Hauptversammlung. Auch Robin Keller, Präsident des Vereins, und Roman Wild, Trainer der ersten Mannschaften, kamen dabei zu Wort.

Gut erledigt

Supporter-Präsident Berto Besio blickte auf ein reichbefrachtetes Jahresprogramm zurück, in welchem dem 100-Jahre-Vereinsjubiläum der grösste Stellenwert zukam. Aber auch der traditionelle Jassnachmittag sei gut besucht gewesen, ebenso der Supporter-Apéro, welcher gemeinsam mit den Freunden vom FC Flawil eingenommen wurde. Berto Besio hatte auch eine Meinung zum vorgenommenen Trainerwechsel in der ersten Mannschaft: «Diese Vakanz wurde gut erledigt.»

Näher gekommen

Robin Keller erläuterte im besonderen die Veränderungen im Verein, welche der neue Vorstand in Angriff genommen habe. Zudem zeigte er Freude, dass die Jubiläumsfestivitäten ohne Randale über die Bühne gegangen seien, bedauerte dafür, dass die Aktivitäten im Festzelt kaum genutzt wurden. «Wir kamen uns aber trotzdem alle näher.» Zur sportlichen Situation zeigte sich Keller zufrieden: «Wir wollen einen Schritt weiterkommen, Ligamässig aber nicht auf Teufel komm raus.» Auch Roman Wild stiess ins selbe Horn. Er zollt seiner Mannschaft hohe Leistungsbereitschaft und freut sich mitzuerleben, wie sich im Verein etwas bewegt. «Das sieht die Mannschaft und das motiviert sie.»

FutureChampsOstschweiz

Über ein Projekt im Nachwuchsbereich, an dem man unterdessen zehn Jahre dran sei, sprach Roger Zürcher. «Der FC St. Gallen und der FC Wil haben zwar die Führungsrolle übernommen, aber diese wird vom Ostschweizer Fussballverband und den Kantonalverbänden in der Ostschweiz getragen.» Das Projekt sieht vor, Jugendliche bis ins U15-Alter in Stützpunkttrainings inklusive dazugehörenden Sportschulen zu trainieren. «Es wird also kein Spieler einem Verein weggenommen.» Die Besten aus den Stützpunkttrainings hätten in der Folge die Gelegenheit, in der Nachwuchsabteilung des FCSG oder bei Wil an den Spitzensport herangeführt zu werden. «Alle arbeiten mit derselben Ausbildungs-Philosophie, damit die Spieler ihren vorgegebenen Weg machen dürfen.»

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