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Keine Strassenbahn in Wil, kein Zug im Tannzapfenland

Wil/Region Bei einem Blick in die Eisenbahngeschichte von Stadt und Region Wil fallen zwei Projekte auf, die nicht realisiert worden sind. Allen voran die Hörnlibahn. Gemeint ist ein rund 20 Kilometer langer Streckenabschnitt als Teil einer Bahnlinie von Konstanz über Weinfelden, Wil, Steg, Rüti, Rapperswil, Goldau bis hin zum Gotthard.

Um das Jahr 1910 wurden verschiedene Projekte zur verkehrstechnischen Erschliessung des südlichen Thurgaus diskutiert. So bestand eine Variante Hinterthurgau-Alttoggenburg, die von Bettwiesen über Sirnach, Fischingen, Mühlrüti und Mosnang nach Bütschwil führen sollte. Am längsten stand jedoch eine direkte Verbindung des Hinterthurgaus mit dem Tösstal zur Diskussion. Es gab zwei Varianten, wie bei der Ausstellung «Die Eisenbahn kommt – Wil und seine Bahnlinien» in Erfahrung gebracht werden kann. Das eine Projekt sollte von Wil über Dussnang, Fischingen nach Steg führen, wovon vier Kilometer in einem Tunnel verlaufen wären. Das zweite Projekt ging von Wil über Busswil, Dussnang und Fischingen nach Steg oder Bauma. Beide Projekte wurden allerdings aus verschiedenen Gründen nicht realisiert. Die Idee verschwand aber nicht so schnell aus den Köpfen, wie das Bild der Wiler Fastnacht aus dem Jahr 1933 zeigt.

Bereits zuvor – nämlich noch im 19. Jahrhundert – war die Idee eines Strassenbahnprojektes innerhalb Wils aufgekommen. Da das damalige Wil noch nicht bis zum Bahnhof reichte und sich das gesellschaftliche Leben noch hauptsächlich in der Altstadt abspielte, sollte eine Strassenbahn die Reisenden vom Bahnhof in die Altstadt transportieren. Otto Sand, der dann nach der Jahrhundertwende in die neu geschaffene Generaldirektion der SBB berufen wurde, erstellte ein Gutachten für diese Wiler Strassenbahn. Aus diesem ging hervor, dass die Kosten viel zu hoch gewesen wären, womit das Projekt bereits wieder vom Tisch war.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

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