Keine Muschelfee 2021: SiFA-Vorstand sagt Sirnacher Fasnacht ab

Damit zerschlagen sich die letzten Hoffnungen der Fasnächtler auf einen närrischen Februar: Die Verantwortlichen der SiFA haben entschieden, die Fasnachtsaktivitäten 2021 abzusagen.

Andrea Häusler
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Es bleiben die Erinnerungen an die Sirnacher Fasnacht 2020.

Es bleiben die Erinnerungen an die Sirnacher Fasnacht 2020.

Bild: Olaf Kühne (20. Februar 2020)

«Lange haben wir uns Gedanken dazu gemacht, wie eine Fasnacht 2021 aussehen könnte und haben die sich täglich verändernde Situation beobachtet», teilt der SiFA-Vorstand mit. Oberstes Ziel sei es jedoch, die Gesundheit der Fasnächtler zu schützen und keine unnötigen Risiken einzugehen.

Vorbereitung auf die Fasnacht 2022

Die Verantwortlichen haben verschiedene Szenarien geprüft, die Vorschriften von Bund und Kanton genau angeschaut und versucht, eine angepasste Fasnacht zu skizzieren, beziehungsweise Alternativen zu den Anlässen zu finden. Der Schluss war allerdings stets derselbe: «Unter den aktuellen Bedingungen, dem ungewissen Ausblick auf die Zukunft sowie der tiefen Planungssicherheit, ist eine SiFA, wie wir sie kennen und lieben, im Jahr 2021 leider nicht möglich.»

Der Entscheid sei sehr schwergefallen: «Wir sind aber überzeugt, dass es der Richtige ist, um unsere treuen Fasnächtler und unseren Verein zu schützen.» Man werde aber nicht tatenlos sein und die Situation auch als Chance wahrnehmen, um sich auf die Fasnacht 2022 vorzubereiten. Das Datum für die Sirnacher Narrenzeit 2022 steht bereits: Sie wird das Dorfgeschehen zwischen dem 24. Februar und 1. März prägen.

16'000 Umzugsbesucher im vergangenen Jahr

Ganz ausfallen soll die Fasnacht 2021 aber doch nicht. «Wir verfolgen im Moment aktiv die Geschehnisse und informieren, sobald wir genau abschätzen können, was möglich sein wird», schreibt die SiFA mit Verweis auf die Website und die sozialen Medien.

Die Sirnacher Fasnacht gehört zu den grösseren Veranstaltungen dieser Art in der Region. Allein der Umzug hatte im vergangenen Jahr über 16'000 Zuschauerinnen und Zuschauer angezogen.