Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Keine «Kulthurnetz»-Veranstaltungen mehr in der Lokremise Wil: Verein beschliesst Auflösung

Der Trägerverein Kulthurnetz löste sich vergangenen Freitag an der letzten Hauptversammlung in Zuzwil auf. Der Mangel an neuen Vorstandsmitgliedern führte zum Ende.
Adrian Zeller
Von 2013 bis 2016 organisierte der Verein Kulthurnetz Ausstellungen. Damit ist nun Schluss. (Bild: PD)

Von 2013 bis 2016 organisierte der Verein Kulthurnetz Ausstellungen. Damit ist nun Schluss. (Bild: PD)

«Einerseits bin ich erleichtert, dass dieser grosse Aufwand für mich nun abgeschlossen ist», sagt Walter Gysel. Andererseits sei auch ein Stück Wehmut dabei. Der pensionierte Zuzwiler Lehrer gehört zu den Initianten der Events des «Kulthurnetzes» in der Lokremise Wil. In den Jahren 2013 bis 2016 fanden am ersten Wochenende im September jeweils Bilder- und Skulpturenausstellungen sowie Bühnenpräsentationen, wie etwa Tanzperformances, Chorgesang oder auch Volkstümliches statt. «Wir wollten Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern, die noch nicht genügend Material für eine eigene Ausstellung oder einen abendfüllenden Bühnenauftritt zusammen hatten, eine Plattform bieten», erklärt Gysel.

Die Idee stiess von Beginn weg auf viel Resonanz. Bei den Ausstellungen überstieg die Nachfrage die räumlichen Möglichkeiten. So mussten immer wieder Bewerber vertröstet oder abgelehnt werden, erinnert sich Vereinspräsident Gysel.

Rund 60 bis 80 freiwillige Helferinnen und Helfer waren in unterschiedlichsten Funktionen an der praktischen Umsetzung des Kulturevents beteiligt: Sie richteten die Ausstellungsinfrastruktur ein, waren für die Bühnentechnik verantwortlich oder engagierten sich in der Gastronomie. «Da war stets viel Herzblut dabei», sagt Walter Gysel. Und auch das Publikum fühlte sich zahlreich angesprochen.

Es mangelt an Nachfolgern

Im Laufe der Jahre kam es zu einem Wandel im gut eingespielten Vorstand, einzelne Mitglieder veränderten sich beruflich, andere zogen weg. Die Suche nach Nachfolgerinnen und Nachfolgern war wenig erfolgreich; ein grosses Arbeitspensum erwartete sie. Im September 2016 schlenderten zum letzten Mal Besucherinnen und Besucher am «Kulthurnetz»-Wochenende zwischen den Ausstellungswänden hin und her. Es wurde ein letztes Mal vor Publikum auf der Bühne getanzt und gesungen. Infolge der personellen Engpässe im Vorstand wurde in jenem Jahr an der Hauptversammlung der Verein in einen passiven Zustand versetzt. Falls neue Kräfte das «Kulthurnetz» wieder beleben wollten, würden sie auf ein Fundament setzen können.

Vereinsvermögen und Material verteilt

Der Phönix-aus-der-Asche-Effekt blieb jedoch aus. So wurde schliesslich das vereinseigene Material, wie etwa Ausstellungswände und Tanzteppiche, an andere kulturelle Institutionen in der Region weitervermittelt. Das kleine Vereinsmögen wurde an der letzten Hauptversammlung am Freitag verschiedenen Organisationen in der Region, die sich in der Kultur- und Jugendförderung engagieren, zugesprochen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.