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Keine Eingriffe in intakte Familien

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb Wil-Uzwil und die Berufsbeistandschaft haben am Tag der offenen Tür über ihre Arbeit informiert.
Kathrin Meier-Gross
Benjamin Kangus (links) und Kathrin Erni (rechts) im Gespräch mit Besucherinnen des Tags der offenen Tür. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Benjamin Kangus (links) und Kathrin Erni (rechts) im Gespräch mit Besucherinnen des Tags der offenen Tür. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

«Ja, hier wird seriös und diskret gearbeitet", lautete das Fazit eines Mannes, der am Samstagmorgen den Rundgang durch die Kesb-Räume unternommen und dabei mit den Mitarbeitenden Gespräche geführt hatte. Sinn und Zweck des Tages der offenen Türen in den St. Galler Kesb-Organisation war es denn auch, sich den Fragen der Bevölkerung zu stellen und einen Einblick ins Tätigkeitsfeld einer Organisation zu ermöglichen, die in der Vergangenheit auch oft in der Kritik gestanden hatte. Die Wilerin Annemarie Landtwing formulierte treffend: «Das Gute, das die Kesb leistet, wird leider zu wenig wahrgenommen. Läuft aber einmal etwas nicht optimal, wird es sofort in der Öffentlichkeit breitgeschlagen.»

Vielseitige Arbeit mit aktuell 74 Klienten

Interessant für die Besucherschaft waren auch die Vorträge, bei denen über den Vorsorgeauftrag den Alltag eines Berufsbeistandes und Besuchsrechtstreitigkeiten berichtet wurde. Peter Eugster ist seit 20 Jahren Berufsbeistand. Weil seine Arbeit bedinge, dass er viel Persönliches über seine Klienten erfahre, stelle er ihnen seinen Lebenslauf auch vor. Er betonte, dass es für diesen Beruf nebst den fachlichen Qualifikationen und stetigen Weiterbildungen eine wertschätzende Grundhaltung und Verständnis für Menschen mit sozialen Anliegen brauche. Geboten würde dafür eine vielseitige, spannende und anspruchsvolle Arbeit in einem motivierten Team.

Vorurteile abgebaut

Für Beistandschaften, die im Zivilgesetzbuch geregelt sind, gebe es verschiedenste Gründe. Beispielsweise, wenn keine Angehörigen da seien oder das persönliche Umfeld nicht helfen könne. Das Gesetz verpflichte, das Wohl und die Sicherheit eines hilfsbedürftigen Menschen zu erhalten und zu fördern. «Ich habe grössten Respekt vor dieser Aufgabe», fügte Eugster an, der derzeit 74 Klienten betreut. Gesamthaft bearbeitet das siebenköpfige Berufsbeistandschaft-Team (510 Stellenprozente) gut 200 Fälle pro Jahr.

Vorurteile abgebaut Martin Widmer, Präsident der Kesb Wil-Uzwil, hielt fest, dass sich die Situation rund um die Kesb-Diskussionen wohlwollend entwickle. Die Institution werde gebraucht, das werde vermehrt auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen. In den vergangenen zwei Jahren sei kein Kind gegen den Willen der Eltern fremdplatziert worden. «Wir greifen nicht in intakte Familien ein», betonte er. Es sei ein Märchen, dass die Kesb Kinder von Zuhause weghole. Ausnahmen seien Gewaltexzesse oder eine akute Gefährdung des Kindes.

Ab 2019 werde in Niederuzwil zudem ein Abklärungsdienst für Kinder und Jugendliche geführt. Zurzeit beansprucht die Kesb 400 Stellenprozente für die Behörde und 650 Prozente für die Fachabteilungen und die weiteren Dienste.

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