Keine Coronafälle in den Thurvita-Heimen – doch der Alltag verändert sich

Weder Bewohner noch Mitarbeitende der Thurvita-Heime haben sich bisher mit dem Coronavirus angesteckt. Der Alltag in den Heimen ist jedoch ein ganz neuer.

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Ein bisschen Normalität in speziellen Zeiten: Die Bewohnenden färbten Ostereier.

Ein bisschen Normalität in speziellen Zeiten: Die Bewohnenden färbten Ostereier.

Bild: PD

(pd/rus) In den Heimen der Thurvita leben Menschen, die zur Risikogruppe gehören. Entsprechend wichtig ist der Schutz der Bewohnenden vor dem Coronavirus. Bisher gab es in den Heimen der Thurvita keine Infektionen, weder bei den Bewohnenden noch bei den Mitarbeitenden. Das schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung vom Mittwoch. Es gebe aktuell auch keine Verdachtsfälle.

Damit das auch so bleibe, setze Thurvita die Vorsichts- und Hygieneregeln strikt um. Sollte es dennoch zu einer Ansteckung kommen, würde Thurvita umgehend zusätzliche Massnahmen ergreifen, um die Verbreitung des Virus möglichst zu verhindern. Dazu würden gemäss Angaben den Verantwortlichen die Isolation des Patienten und weitere verstärkte Hygiene- und Schutzmassnahmen gehören.

Alltag hat sich stark verändert

Auch ohne Fälle hat sich der Alltag in den Heimen stark verändert. Durch die starke Einschränkung der Besuche, müssen die Bewohnenden mit einer völlig neuen Situation zurechtkommen. Einerseits können keine Treffen mit Verwandten oder Bekannten stattfinden. Um den Kontakt aufrecht zu erhalten, nutzen die Bewohnenden gemäss den Thurvita-Verantwortlichen sehr gerne Videochats. Regelmässig vernetzten sich auf diese Weise drei, wenn nicht sogar vier Generationen einer Familie.

Andererseits fallen aber auch sehr viele beliebte Tätigkeiten und Ausflüge weg, denn für diese fehlten die Freiwilligen. Thurvita habe für die Bewohnenden kurzfristig ein angepasstes Programm mit rein internen Veranstaltungen organisiert, bei denen der Sicherheitsabstand eingehalten wird.

Ostern fand trotzdem statt

Sehr geschätzt worden sei auch ein musikalisches Ständli, das ein Gesangs-Quintett um eine Aktivierungsfachfrau kürzlich erbracht habe. Sozusagen von «Hinter dem Zaun» und mit grosszügigen Abständen zwischen den Sängern habe die Gruppe mit ihren Liedern fröhliche Melodien in die Heimgärten gebracht. Auch Ostern habe stattgefunden, schreiben die Verantwortlichen. Mitarbeitende und Bewohnende färbten gemeinsam Eier und bastelten Dekorationen. Die Oster-Gottesdienste wurden auf Bildschirme übertragen.

Konzert von hinter dem Zaun.

Konzert von hinter dem Zaun.

Bild: PD