Kein Gehör für die grünen Dächer

Rückblick auf die Wega-Sitzung von Montag

Sabina Peter-Köstli
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Sabina Peter-Köstli, CVP Ettenhausen (Bild: PD)

Sabina Peter-Köstli, CVP Ettenhausen (Bild: PD)

Rückblick auf die Wega-Sitzung von Montag

Den Auftakt der Ratssitzungen in Weinfelden, wo jeweils im Winterhalbjahr getagt wird, machte die traditionelle Wega-Sitzung. Wie bereits in Frauenfeld fand zwischen den Fraktionssitzungen und der Ratssitzung eine Besinnung in der evangelischen Kirche statt. Beim anschliessenden gemeinsamen Mittagessen bestand die Möglichkeit, mit Ratskolleginnen und Ratskollegen zu diskutieren. Gerade für Neulinge ist dies eine willkommene Gelegenheit für einen wertvollen Austausch über die Parteigrenzen hinweg.

An der Ratssitzung wurde als erstes die Motion «Dachbegrünung gegen Sommerhitze» vom Münchwiler Toni Kappeler, behandelt. Der Motionär wies auf Vorteile der Begrünung wie den Ersatzlebensraum für die Natur – in Zürich sind es rund zwei Millionen Quadratmeter –, die natürliche Kühlung der Gebäude und des örtlichen Klimas sowie die Regenwasser-Speicherung hin. Dem wurde mit einer drohenden Flut an neuen Vorschriften und der kleinen Gefahr von Hitzeinseln wegen versiegelter Dachflächen im ländlichen Kanton Thurgau widersprochen. Die Motion wurde als nicht erheblich erklärt mit dem Verweis auf die mögliche Aufnahme in den Bauordnungen der Gemeinden.

Als nächstes wurde das Thema Elektromobilität behandelt. Josef Gemperle aus Fischingen merkte an, dass fehlende Ladestationen und die damit verbundene Angst, nicht mehr heimzukommen, vom Umsteigen auf energieeffiziente elektrische Fahrzeuge abhalten würde. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass elektrische Mobilität nur mittels «sauberem» Strom betrieben sinnvoll sei und nur eingesparte Mobilität einen effektiven Sparbeitrag zur Erreichung der Energieziele leiste. Der Antrag zur Erarbeitung eines Berichtes «Elektromobilität im Thurgau» durch den Regierungsrat erhielt mit 117 zu 3 Stimmen beinahe ungeteilte Zustimmung.

Die Diskussion um die Interpellation «Lehrerberuf zwischen Traumberuf und Pflichterfüllung» wurde trotz fundierter Beantwortung des Regierungsrats von Toni Kappeler sowie den drei weiteren Interpellanten verlangt, vom Grossen Rat jedoch abgelehnt. Dieses Geschäft ist somit erledigt.

Die Wiler Zeitung bietet den Kantonsräten des Bezirks Münchwilen die Möglichkeit, sich vor und nach den Sitzungen des Grossen Rates zu den Geschäften zu äussern.

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