Katholische Kirche
Pfarrhaus Jonschwil soll für eine halbe Million Franken in neuem Glanz erstrahlen

Die katholischen Kirchbürgerinnen und Kirchbürger befinden am 11. April an der Urne über den Umbau des Pfarrhauses.

Rossella Blattmann
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Das Pfarrhaus der Katholischen Kirchgemeinde Jonschwil soll renoviert werden.

Das Pfarrhaus der Katholischen Kirchgemeinde Jonschwil soll renoviert werden.

Bild: PD

Wegen der Coronapandemie haben zahlreiche Gemeinden in der Region ihre Bürgerversammlungen, die dieser Tage hätten stattfinden sollen, abgesagt. Vielerorts finden stattdessen am Sonntag, 11. April, Urnenabstimmungen statt. So auch in Jonschwil, wo die katholischen Kirchbürgerinnen und Kirchbürger darüber entscheiden, ob das Pfarrhaus für 514'000 Franken saniert werden soll.

Die Katholische Kirchgemeinde Jonschwil hat die Baubewilligung für die Renovationsarbeiten erhalten, schreibt Beat Schönenberger, Präsident des Kirchenverwaltungsrats Jonschwil, im Amtsbericht.

Veraltetes Heizsystem

Ein Umbau für gut eine halbe Million Franken – warum? Der Amtsbericht nennt eine Reihe von Gründen für den Aufwand. Da ist zum einen die bestehende Öl-Zentralheizung des Pfarrhauses, welche die heutigen Abgasvorschriften und Normen nicht mehr erfülle. Vorgesehen ist eine neue Wärmepumpenheizung mit Erdsondenbohrung.

Dies, nachdem das Amt für Denkmalpflege des Kantons St.Gallen einer neuen Ölheizung eine Absage erteilt hat. Das Jonschwiler Pfarrhaus und die Kirche seien schützenswert, daher dürften keine Fotovoltaikanlagen – für den Bau einer neuen Ölheizung wären gemäss Amtsbericht zusätzliche alternative Energien nötig – auf dem Pfarrhausdach installiert werden.

Wasserschäden im ganzen Gebäude

Weiter sind für das Jonschwiler Pfarrhaus zusätzliche WC-Anlagen eingeplant und auch bei den Wasser- und Abwasserleitungen besteht gemäss Amtsbericht dringender Sanierungsbedarf. Im ganzen Gebäude kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Wasserschäden. In diesem Zusammenhang soll auch die Kanalisationsleitung neu geplant und ganz erneuert werden.

Wegen mangelhafter Isolation des Estrichs ist zudem eine neue Estrichtüre geplant. Ebenso sollen der Estrichaufgang erneuert und zusätzlich isoliert und auf dem bestehenden Estrichriemenboden eine Isolation mit neuem Nutzbelag angebracht werden.

Auch sollen die Fassade des Jonschwiler Pfarrhauses neu gestrichen und der morsche, ostseitige Balkon komplett saniert werden. Und die neu eingebauten Räume im Untergeschoss sowie Wände, Decken und Türen im übrigen Gebäude bekommen, wenn die Jonschwiler Katholikinnen und Katholiken am 11. April ein Ja zum Umbau des Pfarrhauses in die Urne legen, einen neuen Anstrich.