Kathi-Stiftungsratspräsident Armin Eugster: «Ich bedauere, dass wir inmitten konstruktiver Gespräche mit der Stadt Wil erneut nicht wissen, wie es weitergeht»

Nach dem Entscheid des Verwaltungsgericht, den Nachtrag zum Schulvertrag mit der Schule St. Katharina aufzuheben, ist die Zukunft der Mädchenschule ungewiss. Nach Meinung des Stiftungsrats kann das Kathi für die nächsten fünf Jahre ganz sicher weiterbestehen. Es gelte der Basis-Vertrag aus dem Jahr 1996.

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Für die nächsten fünf Jahre können Schülerinnen aus Wil weiterhin die Mädchenschule besuchen. Was danach geschieht, ist ungewiss.

Für die nächsten fünf Jahre können Schülerinnen aus Wil weiterhin die Mädchenschule besuchen. Was danach geschieht, ist ungewiss.

Bild: PD

(red) Kurz vor Weihnachten erfahren alle Beteiligten rund um die Beschwerde gegen den Parlamentsbeschluss von Februar 2016 vom Entscheid des Verwaltungsgerichts: Die Beschwerde der Jungen Grünen Wil-Fürstenland wird gutgeheissen, der Nachtrag I zum Vertrag aus dem Jahr 2016 aufgehoben.

Armin Eugster, Präsident der Stiftung St. Katharina, sagt dazu, dieser Entscheid bedeute nicht das Aus für die Schule. Denn der Vertrag aus dem Jahre 1996 der Stadt mit dem Kloster sei massgebend. Will heissen: Während mindestens weiteren fünf Jahren können Wiler Schülerinnen das Kathi besuchen, da der genannte Vertrag frühestens auf Ende Juli 2025 gekündigt werden kann. Ob die Stiftung gegen den Gerichtsentscheid trotzdem Beschwerde einreiche, werde sich nach eingehender Analyse und Absprache mit dem Stadtrat Wil zeigen.

Die Suche nach der Lösung aus der Sackgasse

Stiftungspräsident Eugster bedauert den Verwaltungsgerichts-Entscheid trotzdem:

«Noch mehr bedauere ich aber, dass wir inmitten konstruktiver Gespräche mit der Stadt Wil erneut nicht wissen, wie es auf lange Sicht weitergehen soll.»

Man habe mit der Stadt - nach dem Entscheid im Parlament im Sommer 2019 - nach Lösungen aus der vermeintlichen Sackgasse gesucht. So seien Bubenklassen und Realklassen geplant, denn alle zukünftigen Oberstufenschülerinnen und -schüler sollten gleiche Chancen auf Bildung im Kathi haben. Die Stiftung vertraue weiterhin darauf, dass die Schule, die sich schon so lange bewähre, eine langfristige Zukunft habe.

Es gelte, die Eltern mit korrekten Tatsachen aufzuklären, abzuholen und vor allem sie zu beruhigen, sagt die Kathi-Schulleiterin Corinne Alder. Das Kathi beschult weiterhin. Interessierte Eltern könnten ihr Mädchen wie üblich über den Fragebogen der Stadt Wil anmelden. Auch alle Mädchen, die das Kathi derzeit besuchen, könnten ihre Schulzeit in Ruhe beenden.