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KATASTROPHE: Erfolgreiche Evakuation des Lindenhof-Schulhauses

Im Rahmen einer Brandübung wurde die Oberstufe Lindenhof komplett geräumt. Die Schülerinnen und Schüler meisterten das Szenario vorbildlich.
Bei der Rauchentwicklung im «Lindenhof» handelte es sich nur um eine Übung. (Bild: SK)

Bei der Rauchentwicklung im «Lindenhof» handelte es sich nur um eine Übung. (Bild: SK)

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen der Oberstufe Lindenhof mussten kürzlich dringend an die frische Luft. Denn um 9.10 Uhr stiegen im ersten Obergeschoss vor dem Lehrerzimmer Rauchschwaden auf. Glücklicherweise handelte es sich dabei nur um eine Evakuationsübung für den Ernstfall. Es sollte überprüft werden, ob die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen im Falle eines Schulhausbrandes richtig reagieren. Um die Übung möglichst realitätsnah zu gestalten, war die Planung streng geheim. Einzig der Schulleiter Mathias Schlegel, der rayonverantwortliche Hauswart Andreas Kiener, die Schulsozialarbeiterin Pina Casabona und drei «Undercover»-Schülerinnen und -Schüler wurden vorab eingeweiht.

Trotzdem reagierten die Beteiligten richtig. Schülerinnen und Schüler, die den vermeintlichen Brand entdeckten, meldeten dies sofort einer Lehrperson. Über Lautsprecher wurde dann die Anweisung erteilt, das Schulhaus zu verlassen und Türen und Fenster zu schliessen. Die Lehrpersonen mussten sich mit allen Jugendlichen ihrer Klassen zum Sammelplatz begeben, den Klassenbestand durchzählen und fehlende Personen melden. Das Fehlen von Personen war dabei Teil der Übung. So bekamen zwei Jugendliche den Auftrag, sich bei Ausbruch des Feuers ausserhalb des Schulzimmers, auf der Toilette beziehungsweise im Nebengebäude bei der Schulsozialarbeiterin aufzuhalten oder sich während der Evakuation von der Klasse zu trennen.

In zehn Minuten war das Schulhaus geräumt und alle Personen befanden sich auf dem Sammelplatz. Auch die «Undercover»-Schüler wurden nicht vergessen. Thomas Widmer, Kommandant der Feuerwehr Wil, bestätigte, dass die Evakuation ruhig, geordnet und sehr schnell ablief. Doch nicht alle Klassen verliessen das Schulhaus. Drei Lehrpersonen entschieden sich, im Schulzimmer zu bleiben und dort das Ende der Übung abzuwarten, da es im Schulhausgang bereits Rauch hatte. Diese Entscheidung war richtig, denn im Ernstfall können drei Atemzüge mit verrauchter Luft zu einer Ohnmacht führen oder sogar tödlich sein. Eine Lehrperson blieb aus demselben Grund im Lehrerzimmer und schloss die Türe. Die Oberstufe Lindenhof verfügt über Schulzimmertüren, welche mindestens 30 Minuten dem Feuer standhalten würden.

Mit dem Proben des Ernstfalles wurden auch Schwachstellen aufgezeigt. So zeigte es sich, dass die Organisation auf dem Sammelplatz überprüft werden muss: Die Schulleitung muss rasch über fehlende Personen oder Klassen informiert werden. Diese Information muss im Ernstfall unverzüglich an die Feuerwehr weitergeleitet werden. Das Konzept «Einführung und Weiterbildung bezüglich Verhalten im Krisenfall» wird nun überprüft. Es ist wichtig, dass das Verhalten bei Extremsituationen in kürzeren Abständen geübt wird. Nur damit könne die Sicherheit bei der Krisenbewältigung im Schulhaus gewährleistet werden, heisst es in einer Stadtmitteilung. (sk)

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