Kapellgenossenschaft saniert Fenster

ZUCKENRIET. Das Projekt Einheitsgemeinde kam bei Versammlung der Primarschulgemeinde an. Anschliessend fanden die Versammlungen der Dorf- und Wasserkorporation und der Kapellgenossenschaft statt.

Ernst Inauen
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Kann saniert werden: Die Aussenverglasung der Kapelle Zuckenriet. (Bild: ei.)

Kann saniert werden: Die Aussenverglasung der Kapelle Zuckenriet. (Bild: ei.)

Zuckenriet. 13,5 Prozent der stimmberechtigten Zuckenrieter Bevölkerung nahm an der Dreifach-Versammlung in der Aula des Primarschulhauses teil. Schulpräsidentin Gabriela Arn eröffnete den Reigen. Sie äusserte sich zuversichtlich, dass die Bürgerschaft dem Schritt zur Einheitsgemeinde zustimmen wird. «Wenn alles wie geplant läuft, dürfte dies die zweitletzte Bürgerversammlung der Primarschulgemeinde sein», sagte sie einleitend. Die durch Moderator Hans Locher begleiteten Vorbereitungsarbeiten zwischen den drei Primarschulgemeinden und dem Gemeinderat sei konstruktiv gewesen. Der Zwischenbericht und der Entwurf der neuen Gemeindeordnung gehe nun in die Vernehmlassung. Am 15. Juni befindet die Bürgerschaft an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung über die Inkorporation.

Höherer Finanzbedarf

Die Schulpräsidentin informierte kurz über die Rechnung und das Budget. Der Finanzbedarf steigt 2011 gegenüber dem Vorjahr um 105 000 Franken auf 1,68 Millionen Franken. Den Mehrbedarf begründete sie mit höheren Löhnen und Ausgaben bei Sonderschulungen. Ebenso beansprucht die Erneuerung der Informatik eine Investition von 40 000 Franken. Die Stimmberechtigten genehmigten die Jahresrechnung 2010 und das Budget 2011 einstimmig. Weil auch in der Umfrage Wortmeldungen ausblieben, konnte die Vorsitzende ihre Versammlung bereits nach einer Viertelstunde für beendet erklären.

Wasserpreis bleibt gleich

Dorfpräsident Max Mumenthaler leitete die ebenfalls kurze Versammlung der Dorf- und Wasserkorporation. Das grosse Strassenbauprojekt «Hauptstrasse» mit der Leitungserneuerung konnte erledigt werden. Die Jahresrechnung und das Budget wurden einstimmig gutgeheissen. Die Gebührentarife bleiben unverändert, womit der Kubikmeter Wasser weiterhin 90 Rappen kostet.

Ebenso stimmte die Bürgerschaft der neuen Korporationsordnung zu. Diese musste mit zwei zusätzlichen Artikeln ergänzt werden, weil der thurgauische Weiler Olmerswil von der Wasserkorporation Zuckenriet beliefert wird. Das neue Wasserreglement ist seit dem 1. Januar 2011 in Kraft. Der Gebäudezuschlag konnte von 0,36 Promille auf 0,3 Promille gesenkt werden, wie Mumenthaler ausführte.

Werterhaltung der Kapelle

Kapellpräsident Georg Gübeli leitete seine Versammlung mit einem Rückblick auf das Jubiläum der Lourdesgrotte ein. 1935 wurde die auf Initiative des damaligen Kapellpräsidenten Leo Jung erstellte Lourdesgrotte eingeweiht. Die Kapellgenossenschaft lud am Pfingstsonntag zu einer festlichen Jubiläumsfeier ein. Bei der Innensanierung der Georgskapelle zeigte sich die Notwendigkeit einer Sanierung der Schutzverglasung. Mit Gutachten und Antrag legte die Kapellverwaltung das Vorhaben der Bürgerschaft vor. Sowohl die katholische Administration wie auch die kantonale Denkmalpflege bewilligten Beiträge an die werterhaltenden Massnahmen. In drei Etappen wird die Schutzverglasung mit den rund 590 Fenstergläsern ersetzt. Die Stimmberechtigten genehmigten den Antrag. Die Amtszeit der Kirchenbehörden läuft Ende Jahr ab. Im Herbst finden Neuwahlen statt. Nach 40 Jahren Einsatz als Aktuar erklärte Ernst Inauen den Rücktritt. Der Kapellpräsident würdigte die langjährige Tätigkeit mit Blumen und einem Geschenk. Rechnung und Budget wurden einstimmig genehmigt.