KANTONSRAT
Sanierungskredit für den Hof zu Wil unbestritten

Die dritte Etappe der Sanierung des Hofs zu Wil soll 25,5 Millionen Franken kosten. Der Kreditanteil des Kantons war im Parlament unbestritten.

Martin Knoepfel
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Die Bausubstanz des Hofs zu Wil ist nach Ansicht des Regierungsrat zum Teil desolat. Die dritte Sanierungsetappe soll Abhilfe schaffen.

Die Bausubstanz des Hofs zu Wil ist nach Ansicht des Regierungsrat zum Teil desolat. Die dritte Sanierungsetappe soll Abhilfe schaffen.

Bild: Larissa Flammer

Der Hof zu Wil wird saniert. Aktuell geht es um die dritte Bauetappe. Sie soll 25,5 Millionen Franken kosten. Davon sollen die Stadt Wil und die Stiftung Hof zu Wil je 9,6 Millionen Franken übernehmen, wobei das Ja von Stadtparlament und Stimmbürgern von Wil noch eingeholt werden muss.

Der Kanton seinerseits wird 5,4 Millionen Franken der Kosten übernehmen. Ohne Probleme nahm der Kantonsanteil am Gesamtkredit heute Montag im Kantonsrat die Hürde der zweiten Lesung. Es gab keine Ablehnungsanträge und deshalb auch keine formelle Abstimmung. Schon in der ersten Lesung hatten alle Fraktionen für ein Ja zum Sanierungskredit plädiert.

Hof zu Wil ist Baudenkmal von nationaler Bedeutung

Morgen Dienstag findet die Schlussabstimmung statt. Für ein Ja benötigt der Kredit das qualifizierte Mehr von 61 Stimmen. Das heisst, wer bei der Schlussabstimmung fehlt oder sich der Stimme enthält, sagt faktisch Nein.

Die erste Sanierungsetappe dauerte von 1994 bis 1998 und verschlang 20,7 Millionen Franken. Die zweite Sanierungsetappe fiel in die Jahre 2008 bis 2010 und kostete 10,5 Millionen Franken. Seit 1990 gilt der Hof als Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Trotz der beiden vorangehenden Sanierungsetappen befinde sich ein grosser Teil der Bausubstanz in desolatem Zustand, schreibt der Regierungsrat in seiner Botschaft an den Kantonsrat.

Der kommunale Teil des Sanierungskredits wird momentan von der vorberatenden Kommission behandelt. Es steht noch nicht fest, wann der Kredit ins Stadtparlament kommen und wann die kommunale Volksabstimmungen stattfinden wird. Das war von Philipp Gemperle, Leiter Kommunikation der Stadt Wil, zu erfahren.