Kampfwahl um Sitz im Schulrat

Am 15. November wählt Niederbüren einen neuen Schulratspräsidenten sowie ein Mitglied für den freien Schulratssitz. An einer Podiumsveranstaltung hatten die Kandidaten nun die Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Donat Beerli
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Andreas Jäger (Kandidat Präsidentenamt), Pascal Frommenwiler (Podiumsleiter), Josef Hersche und Urban Grünenfelder (Kandidaten Schulrat). (Bild: Ernst Inauen)

Andreas Jäger (Kandidat Präsidentenamt), Pascal Frommenwiler (Podiumsleiter), Josef Hersche und Urban Grünenfelder (Kandidaten Schulrat). (Bild: Ernst Inauen)

NIEDERBÜREN. Es ist Ruhe eingekehrt im Schulrat Niederbüren. Die Entmachtung und der damit verbundene Rücktritt der früheren Schulpräsidentin Yvonne Bienvenu Mayer waren am Podium im Proberaum des Gemeindesaals Niederbüren kein Thema mehr.

Zahlreich waren die Einwohner an der öffentlichen Vorstellungs- und Diskussionsrunde erschienen, um sich ein Bild der zwei Kandidaten für den frei gewordenen Sitz im Schulrat sowie des einzigen Kandidaten für das Amt des Präsidenten zu machen. Zumindest für das Schulpräsidiumsamt ist die Sachlage klar: Andreas Jäger (FDP), der dies seit dem Rücktritt von Yvonne Bienvenu Mayer vorübergehend führt, hatte sich vor ein paar Monaten bereit erklärt, die Präsidentschaft zu übernehmen – jedoch nur bis zum Ende der Legislaturperiode 2016.

«Ich will jungen Kräften im Schulrat den Weg ebnen», beantwortete Jäger eine Publikumsfrage nach dem Grund des geplanten Rücktritts per Ende nächsten Jahres. «Bis dahin möchte ich aber, so gut es geht, der Sache dienen und die Schule unterstützen», erklärte er.

Familienväter gegeneinander

Spannung verspricht das Duell zwischen Urban Grünenfelder (CVP) und Josef Hersche (FDP), die sich um den vakanten Sitz im Schulrat bewerben. Beide bekamen am Podium die Möglichkeit, sich kurz vorzustellen, ihre Motivation für das Amt darzulegen, und wurden nachher mit Fragen des Gesprächsleiters Pascal Frommenwiler sowie des Publikums konfrontiert. Landwirt Urban Grünenfelder, der im Schmitteli zusammen mit seiner Frau einen Hof führt, will sich als Schulratsmitglied vor allem auch für die Interessen derjenigen einsetzen, die ausserhalb Niederbürens wohnen. «Sie brauchen auch eine Stimme im Schulrat», sagte der fünffache Familienvater in seiner Rede. Josef Hersche, der in der Projektentwicklung für grössere Elektroinstallationen tätig ist und mit seiner Familie in Niederbüren wohnt, sprach unter anderem von seiner Motivation, sich in die Gesellschaft einzubringen und seinen Erfahrungsschatz in der Teamarbeit dem Schulrat zur Verfügung zu stellen. «Verschiedene Meinungen sind wichtig, um zu einer Lösung zu gelangen, das habe ich gelernt», sagte er.

Beide Kandidaten waren sich einig, dass die Kinder in der Primarschule gut auf die Oberstufe vorbereitet werden müssen. Jedoch sei nicht nur schulische Leistung wichtig, sondern es müssten auch Werte vermittelt werden, erläuterte Grünenfelder.

Parteizugehörigkeit unwichtig

Dass die beiden Kandidaten verschiedenen Parteien angehören, spiegelte sich in ihrer Argumentation kaum wider. «Wir vertreten auch nicht die Interessen einer Partei, sondern stehen für unsere eigene Meinung ein», sagten sowohl Hersche als auch Grünenfelder im Anschluss and die Fragerunde.

Wer neu in den Schulrat einzieht und ob weiterhin Andreas Jäger den Rat präsidieren wird, stellt sich am 15. November heraus, wenn die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Niederbüren an die Urne gehen.