Kampf gegen Neophyten

Nach einer fünfjährigen Bekämpfungsperiode der Neophyten-Vorkommen ist das Fazit erfreulich.

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KIRCHBERG. 2010 schlossen sich die neun Gemeinden Degersheim, Flawil, Gossau, Jonschwil, Kirchberg, Oberbüren, Oberuzwil, Uzwil, Zuzwil zusammen, um gemeinsam mit kantonalen Fachstellen im Einzugsbereich von Glatt und Thur gegen unerwünschte Pflanzen zu bekämpfen. Die Neophyten-Pflanzen sind aus anderen Kontinenten bei uns eingewandert und breiten sich wegen fehlender Konkurrenz auf Kosten der angestammten Vegetation aus. Einige davon stellen ein gesundheitliches Risiko für Menschen dar, andere bedrohen die Vielfalt der einheimischen Flora, wieder andere verursachen Probleme wegen ihrer destabilisierenden Wirkungen auf Gewässer-, Bahn- und Strassenböschungen.

Vorkommen abgenommen

Zur Bekämpfung wurden Gruppen aus Gemeindeangestellten, Gartenbauunternehmen, kantonalen Ämtern, Zivilschutzleuten, Zivildienstleistenden und Asylbewerbern gebildet. Im Dezember 2014 konnten die Gemeinden und Kantonsvertreter davon Kenntnis nehmen, dass 4448 Arbeitsstunden geleistet wurden. Die Kosten von 119 400 Franken wurden zwischen dem Kanton und den neun beteiligten Gemeinden aufgeteilt. Die Arbeitsstunden und Kosten bewegen sich im Rahmen des Vorjahres, sind aber tiefer als zu Beginn der fünfjährigen Bekämpfungsperiode. Die Vorkommen der Neophyten haben deutlich abgenommen.

Gemeindeweise weiter kämpfen

Das Fazit der fünfjährigen Projektperiode sei erfreulich, dürfe aber nicht zu übertriebener Euphorie verleiten, schreibt der Kirchberger Gemeinderat in einer Mitteilung. In allen beteiligten Gemeinden sind die Vorkommen und die Dichte der Pflanzen zurückgegangen.

Mit den gesammelten Erfahrungen haben die Gemeinde-bauämter zusammen mit den zugezogenen Helfern nun das Know-how, um die Neophyten gemeindeweise weiter zu bekämpfen. (gk)