Kampf bis zur letzten Minute hat sich gelohnt

Der FFC Kirchberg empfing den FC Therwil zur ersten Partie der Abstiegsrunde. Nachdem die Baselbieterinnen zur Pause mit 0:1 führten, schaffte es die Heimmannschaft, den Rückstand aufzuholen. Auch nach der erneuten Führung der Gäste kämpfte sich Kirchberg wieder zurück.

Priska Högger
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Die Kirchbergerinnen (in Schwarz) stiessen auf stärkere Gegenwehr als erwartet. (Bild: uno.)

Die Kirchbergerinnen (in Schwarz) stiessen auf stärkere Gegenwehr als erwartet. (Bild: uno.)

Fussball. Mit der Partie gegen den FFC Therwil starteten die Toggenburgerinnen in die Abstiegsrunde. Es war ein wichtiges Spiel, weil es darum ging zu zeigen, dass man im Lager der Fussball-Frauen die Enttäuschung über die Nichtteilnahme an den Aufstiegsspielen weggesteckt hatte. Es ging aber auch darum, die richtige Einstellung zur Abstiegsrunde zu finden und sich zum Ziel zu setzen, die Leaderposition für die kommenden sieben Spiele zu bestätigen. Dass dies nicht so einfach werden würde, mussten die Alttoggenburgerinnen schnell erfahren.

Ein erster Dämpfer

Sie stiegen zwar von Anfang weg motiviert und mit viel Kampfgeist ins Spiel. Bereits in der neunten Spielminute erlitten sie jedoch den ersten Dämpfer. Die Gäste spielten sich einen Eckball heraus, welcher erfolgreich verwertet wurde. Das Spiel der Toggenburgerinnen war in der Folge durchzogen von Fehlpässen, welche die Therwilerinnen bis dahin allerdings nicht zu ihren Gunsten nutzen konnten. So verabschiedeten sich die Favoriten mit einem 0:1-Rückstand in die Pause, in welcher sie sich viel für den zweiten Umgang vornahmen.

Aufholjagd

Kurz nach Wiederanpfiff der Partie kam der FC Kirchberg wieder mit viel Schwung ins Spiel zurück. Nach einem Angriff über mehrere Stationen profitierte Anuschka Salzmann von der Unsicherheit der Therwiler Torhüterin und glich zum 1:1 aus. Nur zehn Minuten später dann schon wieder ein herber Rückschlag, als eine Spielerin der Gäste auf einen individuellen Fehler des FC Kirchberg kaltblütig reagierte und in der 60. Minute zum erneuten Führungstreffer einschob. Die letzte halbe Stunde war hart umkämpft. Beide Teams schenkten einander nichts und als Folge wurde nach hartem Einsteigen die eine oder andere gelbe Karte vergeben. In der 85. Minute war es Torhüterin Saskia Hess zu verdanken, dass Therwil nicht mit einem erneuten Tor vorentscheidend davonzog. In dieser Spielphase wurde die Torhüterin innert kürzester Zeit drei Mal hintereinander geprüft und löste die Aufgabe mit Bravour. Kurz vor Abpfiff dann endlich der langersehnte Befreiungsschlag, als Aline Hantz die auf der Seite mitlaufende Angela Baumli anspielte. Diese zog zielstrebig weiter bis vors Tor, wo sie das Leder in der 92. Minute zum 2:2-Schlussstand einschob.

Dank diesem späten Ausgleich konnte Kirchberg mit dem Resultat zufrieden sein. Die Toggenburgerinnen haben jedoch erfahren müssen, dass sich die abstiegsgefährdeten Teams allesamt aufbäumen und dass diese Abstiegsrunde zu keinem Selbstläufer wird. Um also nicht selbst noch in den Strudel zu gelangen, ist wieder eine Leistungssteigerung in den nächsten Spielen nötig.

FC Kirchberg: Saskia Hess, Sandra Dal Molin (80. Priska Hoegger), Martina Sätteli, Aline Hantz, Sibylle Schilter; Angela Baumli, Sereina Gemperle, Bettina Peter, Nina Frischknecht ( 64. Rahel Senn), Anuschka Salzmann; Manuela Beerli.