Kammermusik in Bazenheid

BAZENHEID. Freunde der Kammermusik erwartet am nächsten Sonntag in der Alten Zwirnerei Mühlau ein musikalisches Programm. Der Kirchberger Musiker Otto Horsch gastiert ein weiteres Mal zusammen mit Sohn Philipp sowie Konzertpianist David Sonder im Ulrich-Bräker-Saal.

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BAZENHEID. Freunde der Kammermusik erwartet am nächsten Sonntag in der Alten Zwirnerei Mühlau ein musikalisches Programm. Der Kirchberger Musiker Otto Horsch gastiert ein weiteres Mal zusammen mit Sohn Philipp sowie Konzertpianist David Sonder im Ulrich-Bräker-Saal. Die programmierten Kompositionen werden ernste Musik zum Klingen bringen. Es ertönen zwei Werke von Beethoven und eines von Friedrich Smetana. Alle drei Werke loten die Tiefe der menschlichen Seele aus und übertragen sie in zeitlos berührende Musik.

Beethovens Klaviertrio Nr. 11 in G-Dur könnte mit seinem munteren Untertitel «Zehn Variationen über ich bin der Schneider Kadadu» die Erwartung hegen, man habe es hier mit einem Stück ausgelassener Musik zu tun. Das ist allerdings nicht der Fall. Beethoven hat als Motiv ein zu seiner Zeit in Wien sehr bekanntes und von den Droschkenkutschern gepfiffenes Liedlein aufgenommen, es dann aber in seinen Variationen auf sein eigenes Mass zugeschnitten. Beethovens Komposition ist geprägt von Schmerz und Enttäuschung und enthält deshalb neben ergreifenden auch herbe Passagen. Sie stammt aus der Zeit, als Beethoven an seiner dritten Sinfonie, der «Eroica», arbeitete. Das zweite Werk von Beethoven, die Cello-Sonate in C-Dur, entstammt dem Beginn der mittleren Schaffenszeit des Komponisten. Beethovens Eigenständigkeit und Unbeirrbarkeit bezeugt gerade auch dieses Werk. Einen ebenfalls ernst gestimmten Smetana hört man mit seinem Klaviertrio g-Moll. Smetana teilte das schwere Schicksal Beethovens, als Komponist mit zunehmender Taubheit konfrontiert zu sein.

Konzertbeginn ist um 16 Uhr. Das Restaurant Zwirnereistube ist vor und nach dem Anlass für einen kleinen Imbiss sowie Kaffee und Kuchen geöffnet. Parkplätze stehen in genügender Anzahl auf dem Areal zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte zur Deckung der Unkosten erhoben. (pd)