Junge Geigerin im alten Haus

Elea Nick trat vor knapp drei Jahren im Rahmen der Baronenhaus-Konzerte auf. Davon, wie sich die 13-Jährige seither weiterentwickelt hat, kann sich am Sonntag das Wiler Publikum an einem weiteren Konzert im Baronenhaus überzeugen.

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Elea Nick arbeitet an einer Karriere als Musikerin. (Bild: zVg)

Elea Nick arbeitet an einer Karriere als Musikerin. (Bild: zVg)

Auch wenn die talentierte Geigerin seit Jahren in Meilen am Zürichsee wohnt, so hat ihre (Musiker-)Familie doch Wiler Wurzeln, ist doch beispielsweise Eleas Onkel Hansruedi Nick in der Äbtestadt als Cellist und Vizepräsident der Wiler Ortsbürger bekannt. Elea Nicks Konzert am kommenden Sonntag ist also gewissermassen ein «Heimspiel». Und doch ist es zugleich mehr. Denn der Auftritt um 17 Uhr im Baronenhaus ist eigentlich die Hauptprobe für einen grossen Wettbewerb. Genau zehn Tage später wird Elea, welche im Mai die Aufnahmeprüfung als eine der jüngsten Studenten an der Zürcher Hochschule der Künste in die Meisterklasse von Zakar Bron mit Bravour bestanden hat, am internationalen Wieniawski-Wettbewerb im polnischen Lublin teilnehmen.

Violinkonzert im Baronenhaus

Das Programm, das Elea Nick in Wil und in Lublin präsentieren wird, umfasst unter anderem Werke wie die Sonate für Violine und Klavier e-moll KV 304 von Wolfgang Amadeus Mozart, das Violinkonzert Nr. 3 von Camille Saint-Saëns sowie weitere Werke von Henri Wieniawski, Franceso Geminiani und Nicolò Paganini.

Schülerin beim Meistergeiger

Die Teilnahme am Wieniawski-Wettbewerb zeigt die Entwicklung auf, welche Elea Nick genommen hat, seit sie im Juni 2010 die Gelegenheit bekam, bei Zakhar Bron vorzuspielen. Professor Zakhar Bron ist ein russischer Meistergeiger mit einer internationalen pädagogischen Ausstrahlung. So haben unter anderem heutige internationale Violin-Stars wie Maxim Vengerov oder David Garett seinen Unterricht besucht. Dass Elea Nick, welche ganz normal die zweite Oberstufe in Meilen besucht, dereinst auch einmal in dieselben Sphären wie die grossen Vorbilder vorstösst, ist nicht ausgeschlossen. Sie arbeitet seit früher Kindheit hart an ihrer Musikkarriere. Ihre jüngsten Erfolge sind beispielsweise ein Auftritt im Jahr 2011 mit der «Camerata Zürich» als Solistin und der erste Preis am Schweizer Musikwettbewerb in Winterthur im aktuellen Jahr– und ein Ende des erfolgreich eingeschlagenen Weges ist nicht absehbar. Allerdings sei sich die junge Künstlerin bewusst, dass ohne harte Arbeit nichts geht. So verbrachte Elea Nick die letzten sechs Wochen ständig an in- und ausländischen Meisterkursen mit Zakhar Bron.

Auch mal andere Töne

Das junge Mädchen, trifft man es im Elternhaus, nimmt man nicht anders wahr als viele andere Jugendliche in ihrem Alter. Sie liebt Pferde, reitet entsprechend gerne und hört in ihrem Zimmer auch schon mal etwas anderes als Klassik. Dass von diesen Tönen am kommenden Sonntag auch etwas im Baronenhaus zu hören sein wird, ist nicht anzunehmen. Aber auf ganz «neue Töne» kann sich das Publikum auf jeden Fall gefasst machen. (pd)

Konzert von Elea Nick: Sonntag, 2. September, 17 Uhr im Baronenhaus in der Wiler Altstadt

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