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Jung und Alt demonstrieren in Wil fürs Klima

Die Klimademo kommt in die Äbtestadt: Am Donnerstagabend versammelten sich über 50 Personen jeglichen Alters. Mit der Aktion wollten sie das Parlament dazu bewegen, den Klimanotstand auszurufen.
Dinah Hauser
Guido Wick begrüsst die Demonstrantinnen vor der Parlamentssitzung. (Bilder: Dinah Hauser)Guido Wick begrüsst die Demonstrantinnen vor der Parlamentssitzung. (Bilder: Dinah Hauser)
Die Polizei war auch anwesend, musste aber nicht einschreiten.Die Polizei war auch anwesend, musste aber nicht einschreiten.
Die Demonstranten sind mit dem Velo oder zu Fuss gekommen.Die Demonstranten sind mit dem Velo oder zu Fuss gekommen.
Franziska Ryser: «Der Klimanotstand ist mehr als Symbolpolitik. Er ist ein wichtiges politisches Instrument.»Franziska Ryser: «Der Klimanotstand ist mehr als Symbolpolitik. Er ist ein wichtiges politisches Instrument.»
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Erste Klimademo in Wil

«Ufe mit em Klimaschutz, abe mit em CO2.» Das fordern die Demonstranten und das Kollektiv Klimastreik Wil am Donnerstagabend vor dem Alleeschulhaus. Mehr als 60 Personen – Alt und Jung – machten während der Sitzung des Stadtparlaments Druck. An diesem Abend nämlich stand die Ausrufung des Klimanotstandes auf der Traktandenliste.

Die St.Galler Stadtparlamentarierin Franziska Ryser (Grüne) betont in ihrer Rede, dass die Ausrufung des Klimanotstands nicht nur symbolisch sei, sondern ein wichtiges politisches Instrument. Den Klimawandel bezeichnet sie als «grösste Krise unserer Zeit». Jedoch hätten sich die Leute daran gewöhnt und der Begriff sei nun ohne Inhalt und Bedeutung. Die Stadt St.Gallen habe ihre Chance verpasst, nun hofft sie auf Wil. Ryser schliesst:

«Wir sind hier und wir sind laut. Und wir bleiben hier und bleiben laut, bis der Klimawandel anerkannt wird.»

Die Anwesenden riefen und klingelten ihre Veloglöggli – auch zu den Liedern von Simon Hotz.

Claudia Friedl, St.Galler Nationalrätin und Umweltwissenschaftlerin lobt den Einsatz für das Klima; die Bewegung sei unglaublich wichtig, «denn sie hat die Politiker aufgeweckt». Jede Aktion sei ein Tropfen auf den Granit der Uneinsichtigen. Diesen Block gelte es zu zerstören.

«Völliger Unsinn zum falschen Zeitpunkt»

Die Schweiz habe auch das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet, «aber so ernst nimmt es niemand wirklich». Die einzige Wahl sei es, den Klimanotstand auszurufen. «Ein Notstand ist nichts leichtfertiges, er ist eine ernste Angelegenheit.» So kritisiert sie denn auch die SBB, welche die GA teurer machen und das Studenten-GA abschaffen wollen. «Das ist völliger Unsinn zum völlig falschen Zeitpunkt.» Friedl fordert, dass die Regierung und die Wirtschaft Öl und Kohle nicht länger unterstützt.

Anna Miotto stört sich daran, dass der Eigenkonsum der Aktivisten kritisiert wird. So sei sie von einer Dame angesprochen worden: «Wissen Sie, dass ihr Aufkleber mit Plastik überzogen ist?» Miotto, die die Demonstration mitorganisiert hat, ist überzeugt:

«Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es braucht einen Systemwandel.»

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