JUGEND: Jugendtreff bekommt eine Chance

Die Stimmbürgerschaft folgte allen Anträgen des Wilener Gemeinderats. Der Jugendtreff Ägelsee kann realisiert werden. Prominente Referentin an der Gemeindeversammlung war Regierungsrätin Carmen Haag.

Thomas Riesen
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Der Wilener Gemeindepräsident Kurt Enderli bedankt sich bei Regierungsrätin Carmen Haag für ihre Ausführungen. (Bild: Marlies Scarpino)

Der Wilener Gemeindepräsident Kurt Enderli bedankt sich bei Regierungsrätin Carmen Haag für ihre Ausführungen. (Bild: Marlies Scarpino)

Thomas Riesen

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Der Weg für den Jugendtreff Ägelsee ist frei. Mit deutlicher Zustimmung der 171 Stimmberechtigten zum Kredit von rund 62000 Franken ist die zweite Hälfte des Betrages für den dreijährigen Pilotbetrieb gesprochen worden. Die Stimmbürgerschaft von Rickenbach hatte die anderen 62500 Franken bereits bewilligt. Das Thema wurde an der Wilener Gemeindeversammlung kaum diskutiert und Widerstand gab es keinen. Ebenfalls bewilligt wurde das neue Elektrizitätsreglement, nachdem dieses innert drei Jahren bereits wieder veraltet war. Mit der Anpassung sind keine Änderungen bei Gebühren und Tarifen verbunden.

Hochwasserschutz ist komplex

Zahlreiche Details gehörten zur Präsentation über den Hochwasserschutz. Die langjährige Vorgeschichte wurde durch die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag präsentiert, die technischen Informationen vermittelte der Projektleiter Clemens Müller. In Wilen betrifft es den Alpbach, den Huebbach, den Meienmättlibach. Der Projektleiter erläuterte Überflutungszonen, Hochwasserszenarien und Kosten. Bei der aktuellen Variante – das Projekt würde über 27 Millionen Franken kosten – müsste sich Wilen mit rund 3,7 Millionen beteiligen. Die Zahlen basieren auf einem Vorprojekt. Der Kostenverteiler werde noch einmal überarbeitet.

Auf Kritik stiess die Information zur «Gestaltung Sonnenplatz und Kauf Restaurant Sonne». Der ehemalige Gemeindepräsident Martin Giger bemängelte die detaillierte Präsentation, obwohl sich seit der letzten Information gemäss Gemeindepräsident Kurt Enderli nichts geändert hat. Dieser beendete die Diskussion mit der Aussage: «Die einfachste Lösung sind Wohnungen, dann braucht es das Engagement des Gemeinderates nicht mehr.» Informationen erhielten die Stimmberechtigen auch zu den Unterflurcontainern und zur neuen Unterkunft der Asylsuchenden. Sie sollen nicht mehr in der Zivilschutzanlage leben, sondern in Wohncontainern, die sich bei einem Pflegeheim bereits bewährt hätten, als Provisorium bei einem Umbau.

Überraschender Gewinn

Die Jahresrechnung 2016 der Politischen Gemeinde Wilen schliesst mit einem Gewinn von rund 170000 Franken. Budgetiert war ein Verlust von rund 80000 Franken. Der Gemeinderat beantragte, diesen Gewinn ins Eigenkapital zu überführen. Für dieses Jahr ist ein Gewinn von rund 37000 Franken veranschlagt sowie Investitionen von rund 1,4 Millionen Franken – bei einem unveränderten Steuerfuss von 46 Prozent. Die Stimmberechtigten bewilligten diese Zahlen. Mit diesem Steuerfuss gehört Wilen zu den günstigeren Gemeinden im Thurgau. Bei den Gesamtsteuern, inklusive Schulen und Kirchen, liegt Wilen im Mittelfeld.