Jud stellt sich der Bevölkerung

Am Mittwoch stellte sich der Kandidat für das Gemeindepräsidium von Degersheim, Armin Jud-Forrer, der Bevölkerung vor. Die Findungskommission der Ortsparteien von FDP, CVP, SVP, SP und EDU hat somit ihre Aufgabe erledigt.

Simone Greuter
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Armin Jud-Forrer stellte sich der Bevölkerung vor. (Bild: sig.)

Armin Jud-Forrer stellte sich der Bevölkerung vor. (Bild: sig.)

Degersheim. Inserieren, selektieren und präsentieren hiessen die Aufgaben der Findungskommission «Gemeindepräsident Degersheim». Und das haben die Stellvertreter der Ortsparteien auch erfolgreich gemeistert. «Es war nicht einfach, einen geeigneten Kandidaten für das Amt des Gemeindepräsidenten zu finden. Doch mit Armin Jud-Forrer haben wir einen guten Anwärter», erzählte Paul Kunz, Leiter der Findungskommission.

In den eigenen Reihen zu suchen sei ein unmögliches Unterfangen gewesen, da viele nicht wollten oder zu wenig qualifiziert waren. Auf ein Stelleninserat sind jedoch sechs Bewerbungen eingegangen. Das Gremium aus den Vertretern, welches aus je zwei SVP, CVP, FDP und je einem SP, EDU bestand, musste nun die Kandidaten selektionieren.

Keine Kampfkandidatur

«In der ersten Runde wurden, wegen ungenügender Qualifikation oder zu hohem Alter, drei Kandidaten ausgeschieden. Der Nächste wurde aufgrund einer Persönlichkeits-Beurteilung verabschiedet. So blieben noch zwei Personen übrig, die einen unterschiedlichen Werdegang vorzuweisen haben. In der Gesamtbeurteilung lagen sie jedoch nah beisammen», erklärte Paul Kunz. Die Findungskommission musste sich für einen Kandidaten entscheiden. «Eine Kampfwahl kam für beide Bewerber und für uns nicht in Frage.

Denn sie stehen in festen Anstellungen, und ein Wahlkampf mit nur 50 Prozent Erfolgschancen war zu wenig», erläuterte Kunz die Situation. Es seien zwei Sitzungen der Kommission notwendig gewesen, um einen Entscheid zu treffen. Doch schliesslich ging Armin Jud-Forrer als Sieger aus dem Rennen. «Den Ausschlag gaben sein Ausbildungsweg, seine Berufserfahrungen als Gerichtsschreiber und selbständiger Anwalt sowie seine nebenberuflichen Tätigkeiten im Schulpräsidium und Gemeinderat», erklärt Paul Kunz.

Viel Energie für den Traum

Bei der Fragerunde bekam zuerst die Findungskommission ein Kompliment von einem Stimmbürger: «Als ich hörte, dass ein Parteiloser das Rennen machte, sprang ich vor Freude in die Luft.» Auf die Frage, welche Motivation der Kandidat habe, in der Gemeinde Degersheim zu arbeiten, antwortete Armin Jud-Forrer: «Ich fühlte mich zu jung, um bis zu meiner Pension als Amtsleiter zu walten.

Ich habe noch die Energie, mir einen Traum zu verwirklichen: eine Gemeinde zu optimieren und dabei mitzuwirken.»

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