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Jubiläumswahl: Bruno Jäger ist der neue Hofnarr der Wiler Fastnacht

Die Wahl kam überraschend: Der CEO der Larag AG bezeichnet sich selbst nämlich nicht als grössten Fastnächtler. Trotzdem freut er sich über die Würdigung. Er ist nun der 30. Hoffnar der Geschichte
Nicola Ryser
Er trotzt Wind und Wetter und ist der neue Hofnarr: Bruno Jäger. (Bild: Nicola Ryser)

Er trotzt Wind und Wetter und ist der neue Hofnarr: Bruno Jäger. (Bild: Nicola Ryser)

«Da kommt jetzt wohl viel Arbeit auf mich zu», sagt Bruno Jäger nicht ganz ernst gemeint und lacht. Gestern Abend wurde er zum Hofnarren der Fastnacht 2019 ernannt. Damit wird Jäger für seine jahrzehntelange Tätigkeit als CEO der Larag AG, ein nationales Unternehmen spezialisiert auf Nutzfahrzeuge mit Hauptsitz in Wil, geehrt.

Die Wahl war für Jäger, zumindest im ersten Moment, doch ein wenig überraschend. Zwar sei er in Wil aufgewachsen und das bedeute: «Da kommt man nicht an der Fastnacht vorbei.» Er sei immer an den Gümpelimittwoch gegangen und habe auch viele legendäre Bälle besucht, bei welchen eine bombastische Stimmung geherrscht habe:

«Da sind wir so sehr auf den Sitzbänken herumgehüpft, dass sich diese fast gebogen haben.» Doch in den letzten Jahren sei es zurückgegangen mit seinen fastnächtlichen Aktivitäten, er gehe in seinem Alter nicht mehr an jedes Fest. Darum sagt Jäger auch von sich selbst:

«Ich bin eigentlich nicht der grösste Oberfastnächtler, der nun als Hofnarr auserwählt wurde.»

Auch Nachfolger vom eigenen Bruder

Nichtsdestotrotz ist Jäger stolz: «Wenn ich sehe, welche Menschen mit Rang und Namen bereits vor mir Hofnarren waren, fühle ich mich schon sehr geehrt.» Jährlich wählt der Neunerrat der Fasnachtsgesellschaft Wil (FGW) eine Wiler Persönlichkeit, die sich für die Stadt im besonderen Masse ausgezeichnet hat. Unter anderem wurde schon Fussballtrainer Christian Gross oder Bundesrätin Karin Keller-Sutter diese Ehre zuteil.

Jäger wird nun der Nachfolger von Walter Dönni, dem Präsidenten des Theatervereins Bühne 70 Wil und von Wil Tourismus, – und ist zugleich der 30. Hofnarr der Geschichte:

«Was gibt es Spezielleres, als diese Ehre an einem runden Jubiläum zu erhalten.»

Es ist aber nicht der einzige Aspekt, der diese Wahl für Jäger besonders macht. Vor zwölf Jahren war sein älterer Bruder Josef A. Jäger bereits Hofnarr: «Ich glaube, wir sind das erste hofnärrische Geschwisterpaar der Wiler Fastnachtsgeschichte.» Nun gilt es für Jäger, Präsenz zu zeigen und seine repräsentativen «Aufgaben» am Fastnachtswochenende zu erfüllen. Doch der neu erwählte Hofnarr denkt schon ein wenig weiter:

«Eine Herausforderung wird sein, in einem Jahr den humoristischen Rückblick auf 2019 zu gestalten. Denn eigentlich bin ich nicht so der Komiker.»

Glücklicherweise könne er sich für die Bütte am Hofnarrenball noch zwölf Monate lang Gedanken machen – und auch von den Vorgängern ein bisschen inspirieren lassen. Vielleicht holt er sich auch ein paar Tipps von seinem Bruder. «Ich weiss aber nicht mehr, wie gut er war. Hoffentlich war er gut.»

Immer noch eine wichtige Tradition

Bruno Jäger nimmt seine Rolle ernst. Vor allem auch, weil der Hofnarr nebst den Wiler Tüüfel fester Bestandteil der Wiler Fastnacht ist: «Es ist super, dass es hier solche Traditionen gibt und sich weiterhin viele Leute darum bemühen.» Auch wenn er selbst nicht mehr so ein aktiver Fastnächtler wie früher sei, habe er immer noch einen grossen Bezug zum Fest. «Vor allem die Beizenfastnacht finde ich sehr wertvoll. Da triffst du Leute, die du sonst das ganze Jahr nie siehst.»

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