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JONSCHWIL: Sparmassnahmen zeigen Wirkung

2015 und 2016 muss die Gemeinde Jonschwil ohne Finanzausgleich des Kantons auskommen. Der Gemeinderat hat deshalb bei der Budgetierung massive Kürzungen vorgenommen. Mit Erfolg: Die Rechnung 2015 ist ausgeglichen.
Urs Bänziger
Zwei junge Asylbewerberinnen aus Sri Lanka bewirten die Bürgerinnen und Bürger beim Apéro mit Weisswürsten. (Bild: Urs Bänziger)

Zwei junge Asylbewerberinnen aus Sri Lanka bewirten die Bürgerinnen und Bürger beim Apéro mit Weisswürsten. (Bild: Urs Bänziger)

JONSCHWIL. Die fetten Jahre sind zumindest vorübergehend vorbei. In der Rechnung 2014 konnte die Gemeinde Jonschwil einen Ertragsüberschuss von fast einer Million Franken verbuchen. Die Freude über den satten Gewinn trübt jedoch die Tatsache, dass die Gemeinde im vergangenen und auch in diesem Jahr vom Kanton keinen Ressourcenausgleich erhält. Als Folge davon hat der Gemeinderat die Ausgaben massiv gekürzt. Gemeindepräsident Stefan Frei sprach an der Bürgerversammlung vom Mittwochabend denn auch von «Sparbudgets». Die Sparmassnahmen haben insofern gefruchtet, als dass er den Stimmberechtigten eine ausgeglichene Rechnung 2015 vorlegen konnte.

Private zahlten mehr Steuern

Statt eines erwarteten Defizits von 319 600 Franken schliesst die Rechnung 2015 mit einem Aufwandüberschuss von 82 576 Franken. Zum besseren Ergebnis beigetragen haben ein leicht höherer Steuerertrag und weniger Ausgaben bei der Schule und Verwaltung. Während bei den natürlichen Personen die Steuereingänge deutlich über dem Budget lagen, seien diejenigen der juristischen Personen deutlich darunter, erklärte der Gemeindepräsident. Der Verlust wird über das Eigenkapital gedeckt, das sich noch auf rund 850 000 Franken beläuft.

Ausgeglichen präsentiert sich auch das Budget 2016, mit einem Aufwandüberschuss von 362 500 Franken. Auch in diesem Jahr seien bei der Budgetierung nochmals massiv Kürzungen vorgenommen worden, sagte Stefan Frei. In der Finanzplanung erwartet die Gemeinde auch für die kommenden Jahre defizitäre Rechnungen. Ab 2020 soll es wieder aufwärts gehen, wenn die jährliche Abschreibungstranche von rund einer Millionen Franken für das Oberstufenzentrum Degenau wegfällt. Ob durch diese Entlastung eine Senkung des Steuerfusses möglich wird, liess der Gemeindepräsident offen. Vorderhand müsse der Steuerfuss von 145 Prozent zwingend beibehalten werden, sagte Frei. Wegen der Wirtschaftslage und der Unternehmenssteuerreform sei die Finanzplanung mit Unsicherheiten verbunden.

Das zurzeit wichtigste öffentliche Bauprojekt ist der Ersatzbau des Kindergartens in Jonschwil, der sich in der Investitionsrechnung 2016 mit rund 2,5 Millionen Franken niederschlägt. Im Sommer ist der Neubau fertiggestellt. Eingeweiht wird der Kindergarten mit einem Dorffest vom 19. bis 21. August. Ein für Jonschwil bedeutsames Bauprojekt ist auch die Neugestaltung der Schul-, Sonnenrain- und Neuhofstrasse.

Abstimmung verschoben

Nicht im November 2016, sondern erst in drei Jahren soll die Bürgerschaft über das Schulhausprojekt in Schwarzenbach abstimmen. Der Gemeinderat wolle ohne Zeitdruck arbeiten, erklärte Frei. Hauptziel bleibe, einen Neubau zu erstellen. Ein Vorgehen, das Jakob Trümpi missfällt. Seit Jahren werde ohne zählbares Ergebnis geplant, sagte er in seinem Votum. Eine Abstimmung würde Aufschluss darüber geben, ob die Bürger einen Neubau wollen oder nicht.

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