JONSCHWIL: Schüler entsorgen ihren Abfall

Das Oberstufenzentrum Degenau hat das No-Littering-Label erhalten. Diese Auszeichnung ist auch eine Verpflichtung: Nach den Sommerferien müssen sich die Schüler noch intensiver mit dem Abfallproblem auseinandersetzen.

Urs Bänziger
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Schulhauswart Roger Eberhard erklärt Schülerinnen des Oberstufenzentrums Degenau das Konzept des Non-Littering-Labels. (Bild: PD)

Schulhauswart Roger Eberhard erklärt Schülerinnen des Oberstufenzentrums Degenau das Konzept des Non-Littering-Labels. (Bild: PD)

Urs Bänziger

urs.baenziger@wilerzeitung.ch

Jetzt, in der schulfreien Zeit, liegt kein Abfall herum auf dem Areal des Oberstufenzentrums (OZ) Degenau in Jonschwil. Aber auch wenn die Schülerinnen und Schüler aus den Sommerferien zurückkehren, soll es auf dem Schulhausareal sauber bleiben. Seit vergangenem Jahr ist die Umweltschulung ein fester Bestandteil im Unterricht. Im neuen Schuljahr noch intensiver als bisher. Denn das OZ Degenau ist für seine Massnahmen gegen her­umliegenden und weggeworfenen Abfall mit dem No-Littering-Label ausgezeichnet worden.

«Das Label ist eine Motivation, Sauberkeit und Umwelt weiter und noch intensiver im Unterricht zu thematisieren», sagt Schulleiter Thomas Plattner. Er hatte die Idee dazu und ist im Lehrerteam und beim Schulhauswart Roger Eberhard auf offene Ohren gestossen.

Klassenweise auf Säuberungstour

Seither ist in allen neun Klassen des OZ Degenau das Littering ein ernsthaftes Thema. «Wir beschränken uns im Unterricht nicht nur auf die Theorie», sagt Thomas Plattner. «Die Schülerinnen und Schüler begeben sich regelmässig klassenweise auf Säuberungstouren und müssen ihren eigenen Abfall und den ihrer Mitschüler aufräumen.» Unter Anleitung des Hauswarts wird der Abfall im Schulhaus gesondert gesammelt und entsprechend entsorgt. «Wenn die Schüler selber Hand anlegen müssen, können sie am besten auf das Problem mit dem Littering sensibilisiert werden», betont der Schulleiter des OZ Degenau. Die Begeisterung sei unterschiedlich. Ein Teil der Schüler gehe motiviert zur Sache, für andere sei das Aufräumen und richtige Entsorgen von Abfall ein Muss.

«Ein Selbstläufer ist das Thema Littering in unserer Schule nicht. Man muss dran bleiben, nach dem Motto: ein steter Tropfen höhlt den Stein», sagt Plattner. Wenn die Oberstufenschüler nach den Sommerferien den Unterricht wieder aufnehmen, werden sie auf dem Schulhausareal einen Litteringbarometer vorfinden. «Dieser gibt laufend Aufschluss über den Sauberkeitszustand in unserem Schulhaus», erklärt Plattner. Er hofft, dass die Massnahmen gegen das Littering bei den Schülerinnen und Schülern eine nachhaltige Wirkung erzielen werden. «Es wäre schön, wenn sie sich auch ausserhalb des Schulareals für eine saubere Umwelt einsetzen.»