JONSCHWIL: Neubaukonzept ohne Abstriche

Die Würfel sind gefallen. Die Baukommission hat sich auf eine Variante für den Neubau der Schulanlage Schwarzenbach verständigt. Jetzt wird das Vorprojekt ausgearbeitet. Die Bürgerschaft entscheidet im Juni 2018.

Andrea Häusler
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Das Modell zeigt die Positionierung der Baukörper. Die Situation entspricht jener, die sich nach einem möglichen Abbruch der Liegenschaft Karrer präsentiert. Die Zufahrt zur Tiefgarage kann aber gebaut werden, auch wenn die Gebäude noch einige Zeit stehen bleiben. (Bild: PD)

Das Modell zeigt die Positionierung der Baukörper. Die Situation entspricht jener, die sich nach einem möglichen Abbruch der Liegenschaft Karrer präsentiert. Die Zufahrt zur Tiefgarage kann aber gebaut werden, auch wenn die Gebäude noch einige Zeit stehen bleiben. (Bild: PD)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Mit dem Variantenentscheid für das Projekt ist die Phase der Machbarkeitsstudie abgeschlossen. In den nächsten Monaten soll nun ein Vorprojekt erarbeitet werden. Am 10. Juni soll die Bevölkerung an der Urne über das Vorhaben befinden.

Die Baukommission für die Schulanlage Schwarzenbach hat sich für das «volle Programm», eine Lösung ohne infrastrukturelle Abstriche entschieden. So, wie dies von den Vereinen, den Parteivertretern, ehemaligen Behördenmitgliedern und Protagonisten aus der Bevölkerung gewünscht worden sei, sagt Gemeindepräsident Stefan Frei auf Anfrage. Zu den Kosten dieser umfassenden Lösung will er sich vorderhand nicht äussern.

Das Projekt umfasst mit dem Schulbereich, der Mehrzweckhalle und der Tiefgarage grosse Baukörper, die mit den Aussenanlagen, den Zufahrten und Zugangswegen sowie mit den Aussenanlagen möglichst gut positioniert werden sollen. Die Baukommission hat bei mehreren Varianten die Kriterien dorfbauliche Qualität, die Aufteilung der funktionalen Räume, der nachbarrechtlichen Aspekte, der Zukunftsszenarien (Umgang mit Landreserven, Erweiterungsmöglichkeiten), der Erschliessung für Fussgänger und den motorisierten Verkehr sowie der Umgebungsgestaltung bewertet.

Das Ergebnis ist ein Baukörper mit Schulräumen und einer Aula, der parallel zur Schulstrasse erstellt werden soll, was eine Süd-Nord-Ausrichtung ergibt. Daran anschliessend, mit einer offenen Pausenhalle im Erdgeschoss verbunden und um 90 Grad abgewinkelt, soll die Mehrzweckhalle positioniert werden, die damit eine West-Ost-Ausrichtung bekommt.

Tiefgarage unter der Mehrzweckhalle

Über der Pausenhalle ist eine geschlossene Verbindung zwischen Mehrzweckhalle und Schulräumen/Aula geplant. Die Einfahrt in die Tiefgarage wird in Absprache mit den Anstössern über die ersten Meter des Rössliwegs geführt, um dann rechtwinklig nach Westen abzubiegen, sodass die Tiefgarage unter die Mehrzweckhalle zu liegen kommt. Die Schulstrasse soll für den motorisierten Verkehr vollständig unterbrochen werden. Sprich: die Zufahrt wird nur noch zu den Privatliegenschaften möglich sein. Für die Bachstrasse (zwischen Schulstrasse und Aeuelistrasse) wird eine Einbahnregelung vorgeschlagen.

In den kommenden Wochen werden mit einem Planungsteam, in dem nebst dem Generalplaner der Schulleiter, der Hauswart, Lehrpersonen, der Gemeindepräsident sowie punktuell Vereinsexponenten vertreten sind, die Details besprochen. «Im Rahmen des Vorprojekts werden die Kosten genauer geschätzt und hernach auch kommuniziert», verspricht Stefan Frei.