Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

JONSCHWIL: Nach dem Lärm die Erholung

Der Kiesabbau im Hori ist abgeschlossen. Im Zuge der Rekultivierung werden ökologische Massnahmen umgesetzt, die dem Schutz von Amphibien und Pflanzen dienen. Auch für den Menschen wird das Gebiet aufgewertet. Selbst Hochwasserschutz ist ein Thema.
Philipp Stutz
Bauleiter Felix Ambühler im einstigen Kiesabbaugebiet Hori vor einem neuen Teich, der sich mit Regenwasser gefüllt hat. (Bilder: Philipp Stutz)

Bauleiter Felix Ambühler im einstigen Kiesabbaugebiet Hori vor einem neuen Teich, der sich mit Regenwasser gefüllt hat. (Bilder: Philipp Stutz)

Philipp Stutz

philipp.stutz@wilerzeitung.ch

Im Gebiet Hori oberhalb des Dorfes Jonschwils ist während Jahren grossflächig Kies abgebaut worden. Bagger und Lastwagen haben das Areal dominiert. Nun ist dort weitgehend Ruhe eingekehrt. Der Kiesabbau ist abgeschlossen, und die Rekultivierung des Geländes hat eingesetzt. Die Endgestaltung dauert bis zum Jahr 2019. Aus der Kiesgrube soll ein Naturschutzgebiet werden.

Bei der Rekultivierung sollen ökologische Massnahmen umgesetzt werden. Mit mehreren Weihern werden die Bedingungen für ein Naturschutzgebiet geschaffen, in dem unter anderem seltene Amphibienarten vorkommen sollen, die unter Schutz stehen. Zurzeit liegt ein Teilzonenplan öffentlich auf. Er sieht eine Umzonung vor. Die «Grünzone Natur» soll vergrössert werden, wie Gemeindepräsident Stefan Frei sagt. Diese sieht den Erhalt von Naturschutzgegenständen vor, wie es im Gesetzestext nüchtern heisst. «Aus der Landwirtschaftszone entsteht die Grünzone Natur», sagt Felix Ambühler, Bauverwalter der Gemeinde. Die Kosten für die Ausgleichsmassnahmen habe die Betreiberin der Anlage, die Holcim Kies und Beton AG, zu tragen.

Abflusskapazität des Baches erhöhen

Das ehemalige Abbaugebiet Gebiet Hori gilt auf seiner Hangseite auch als Amphibien-Trockenstandort von nationaler Bedeutung, wie Felix Ambühler weiter informiert. Die Kiesgrube ist eine wichtige ökologische Nische. Der nährstoffarme Boden, kleine Tümpel und die überwachsene Kieswand bieten vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Es wird nun Aufgabe der Gemeinde Jonschwil sein, weiterhin einen Lebensraum für seltene Amphibienarten wie etwa die Kreuzkröte zu schaffen. Aber auch der Gras- und Teichfrosch sowie der Bergmolch sollen hier ihren Lebensraum finden.

Es sind noch weitere Massnahmen geplant. Ende Mai ergoss sich vom Hori ein Bach, der Kies und Geröll bis zum Jonschwiler Kreisel mit sich führte. Keller wurden damals überflutet, ein Grosseinsatz der Feuerwehr war nötig. «Nun werden Vorkehrungen getroffen, um die Abflusskapazität aus dem Gelände des Hori zu erhöhen», führt Ambühler weiter aus.

Eine «Jubi-Hütte» ist geplant

Eine kleine Fläche im Hori soll als «Grünzone Erholung» ausgeschieden werden. Dort, im südlichen Teil des Areals, ist laut Ambühler eine sogenannte «Jubi-Hütte» geplant, welche die St. Galler Kantonalbank anlässlich ihres 150-Jahr-Jubiläums finanziert und das Projekt zusammen mit dem Verein St. Galler Wanderwege umsetzt. Die Jubi-Hütte soll als Pausen- und Rastplatz für Wanderer genutzt werden, aber auch als Witterungsschutz sowohl vor Sonne als auch vor Unwetter dienen. Ebenso ist eine Grillstelle vorgesehen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.