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JONSCHWIL: Mit blossen Händen Leben retten

Was geschieht, wenn auf einen Hubretter verzichtet werden muss, um eine verletzte Person zu retten? Rund 100 Feuerwehroffiziere übten dieses und weitere Szenarien am Weiterbildungskurs.
Übung macht den Meister: in unwegsamem Gelände Leben retten. (Bild: Christoph Heer)

Übung macht den Meister: in unwegsamem Gelände Leben retten. (Bild: Christoph Heer)

Verletzte, weibliche Person liegt am Thurufer, nachdem sie die Böschung hinabgestürzt ist. Erste Diagnose: Beinbruch. Problem: sehr unwegsames Gelände und – so will es die Übung – keine Chance mit einem Hubretter oder sonstigem Gerät unterstützende Massnahmen einzurichten. Was in so einer Situation hilft, ist pure Mannes- und Frauenkraft. Mit Seilwinden wird das Bergungsbrett heruntergelassen, die verletzte Person darauf gebettet und dann mit vereinten Kräften nach oben gezogen. Ein Husarenritt für das Wohl eines Mitmenschen. Über die Wichtigkeit dieser Rettungsorganisation muss nicht diskutiert werden; der Dank gilt jedem einzelnen Feuerwehrmann und jeder einzelnen Feuerwehrfrau, die sich auf freiwilliger Basis für andere Menschen einsetzen.

Gestern und heute trainieren rund 100 Offiziere an verschiedensten Übungsposten im Raum Jonschwil und Schwarzenbach. Kurskommandant Martin Bühler und der technische Kursleiter Christian Moser beobachteten haargenau, wie an den verschiedenen Posten vorgegangen wird. Bei besagter Rettung im unwegsamen Gelände bei der Schwarzenbacher Brücke hielt zudem Kursleiterin Martina Cantieni die Zügel in der Hand. Mit Argusaugen bemerkte sie gemachte Fehler und wies bei der Schlussbesprechung auf die wichtigsten Details einer solchen Rettung hin. Die Klasse, welche sich aus verschiedensten Offizieren aus der Region zusammensetzt, hat vieles richtig gemacht, trotzdem gibt es immer wieder Verbesserungsmöglichkeiten. Das bestätigt unter anderem Roli Kaiser, Offizier Feuerwehr Degersheim. «Insbesondere wenn es körperlich viel abverlangt, ist es wichtig, richtig zu handeln und vorzugehen. Diese Weiterbildungstage sind eine tolle Sache und dienen der Auffrischung der Materie.» Der regionale Offiziersweiterbildungskurs findet stets zwei Jahre am gleichen Ort statt. Somit organisiert auch im kommenden Jahr der Regionalfeuerwehrverband Untertoggenburg, Wil und Gossau diese Kurstage. Die Themen werden jedoch jährlich angepasst.

Am Freitag und Samstag trainierten die Offiziere zu den Themen Wassermanagement, Lüften, Retten im Gelände, Alltagsereignisse und Entschlussfassungen. Martin Bühler und Christian Moser zeigten sich überaus zufrieden, an ihnen lag es, im Vorfeld die Infrastruktur bereitzustellen, das Hilfspersonal zu rekrutieren und vieles mehr. «Wenn dann das Wetter auch noch so mitspielt wie gestern, passt es perfekt. Wir wollen uns auf diesem Weg bei den verschiedenen Institutionen für das Zur- Verfügung-Stellen ihrer Gebäude und Infrastrukturen bedanken, das ist heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich.»

Christoph Heer

redaktion

@wilerzeitung.ch

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