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JONSCHWIL: «Endlich Nägel mit Köpfen machen»

Die Zukunft des Schulhauses Schwarzenbach bewegt die Bevölkerung. An der Bürgerversammlung wurde ein Neubauprojekt vorgestellt. Dabei zeigte sich, dass die Vorlage umstritten ist. Abgestimmt wird am 10. Juni an der Urne.
Philipp Stutz
Das neue Schulhaus im Modell. Rechts eine Teilansicht der Mehrzweckhalle. (Bild: Visualisierung: PD)

Das neue Schulhaus im Modell. Rechts eine Teilansicht der Mehrzweckhalle. (Bild: Visualisierung: PD)

Philipp Stutz

philipp.stutz@wilerzeitung.ch

«Schulhausbauten sind Generationenaufgaben. Jede Generation hat ihre Infrastruktur-Leistungen zu erbringen», sagte Gemeindepräsident Stefan Frei an der Bürgerversammlung vom Mittwochabend. Er konnte mit Neuigkeiten aufwarten. So ist nun bekannt, dass am 10. Juni an der Urne über einen Kredit von 19,34 Millionen Franken für einen Neubau der Schulanlage Schwarzenbach abgestimmt wird. «Ein Neubau ist die richtige Lösung», sagte Frei und fuhr fort: «Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes wäre lediglich Flickwerk.» Zudem wären bei einer Sanierung umfangreiche Provisorien nötig. Ein Vorprojekt für einen Neubau ist vom Gemeinderat verabschiedet worden. Dieses umfasst laut dem Gemeindepräsidenten eine Kostengenauigkeit von plus/minus zehn Prozent.

Mit Kritik wurde nicht gespart

Florian Schällibaum von der Schällibaum Ingenieure und Planer AG erläuterte das Projekt. Es sieht ein neues Schulhaus und eine Turnhalle samt Bühne vor. Die Mehrzweckhalle besitzt Einrichtungen für Anlässe mit 450 oder 600 Personen, je nach Bestuhlung. Die Aula bietet Platz für Anlässe von bis zu 200 Personen. Eine Tiefgarage umfasst 30 Plätze. Hinzu kommen Aussenflächen für öffentliche und schulische Nutzung. Schulhaus und Mehrzweckhalle werden durch einen Zwischenbau miteinander verbunden. Das bestehende Schulhaus soll nach Vollendung des Neubaus abgebrochen werden. Für die Kosten von über 19 Millionen Franken sind Vorfinanzierungen von 2,1 Millionen Franken getätigt worden. Für die Finanzierung wird auch Fremdkapital benötigt.

«Bisher sind viele Planungskosten für das Schulhaus in den Sand gesetzt worden», kritisierte Jakob Trümpi. Bei einer allfälligen Ablehnung der Vorlage werde erneut Geld verplant sein. Bei dieser Konstellation müsste sofort mit der Sanierung begonnen werden. Die bestehenden Bauten sollten nicht abgebrochen, sondern saniert werden, forderte André Aubert. Die Kosten seien nach oben offen und das Architektenhonorar hoch. Neubauten seien meist geschichtslose Betonblöcke. «Man zerstört Bausubstanz und will sich ein Denkmal setzen», kritisierte Aubert in seinem annähernd halbstündigen Votum und forderte zum Schluss: «Zurück auf Feld eins.»

Neubau nachhaltiger als eine Sanierung

Die Gemeinde müsse endlich «Nägel mit Köpfen machen», sagte Theo Hürlimann. Man habe nun lange genug Ausgaben für die Planung gemacht. Er begrüsste das Projekt, bemängelte aber, dass die Gemeinde nicht als Bauherrin einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schulanlage auftreten wolle. «Auf ein öffentliches Gebäude gehört eine Solaranlage, die von der Öffentlichkeit bezahlt wird.»

Peter Haag stellte alsdann aufgrund der fortgeschrittenen Zeit einen Antrag. In diesem wird der Gemeinderat beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten, welche zum Ziel hat, die Redezeit von Votanten bei Bürgerversammlungen künftig zu beschränken.

Stefan Frei bilanzierte, dass ein Neubau finanziell und strukturell nachhaltiger als eine Sanierung sei. Auch die Schülerzahlen riefen nach einer solchen Lösung. Bedürfnisse und Anforderungen von Schule und Vereinen würden erfüllt, was dem Dorfleben und der Gemeindeentwicklung förderlich sei.

Mitte April erscheint die Abstimmungsbotschaft auf der Webseite der Gemeinde. Im Mai gelangt sie in die Haushalte. Am Mittwoch, 16. Mai, findet ein Informationsanlass statt.

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