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JONSCHWIL: Eine Win-win-Situation

Die Elkuch Eisenring AG erhält für ihr Engagement im Gesundheitsmanagement den zweiten Preis des Grand Prix Suisse. Die mit 5000 Franken dotierte Auszeichnung wird zum dritten Mal in die Ostschweiz verliehen.
Andrea Häusler
Blick in die Produktion des Jonschwiler Unternehmens, in dem die Mitarbeitergesundheit einen zentralen Stellenwert hat. (Bild: Nina Rudnicki)

Blick in die Produktion des Jonschwiler Unternehmens, in dem die Mitarbeitergesundheit einen zentralen Stellenwert hat. (Bild: Nina Rudnicki)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

In der Eingangshalle des Firmengebäudes an der Unterdorfstrasse 26 am Dorfeingang Jonschwils hängt gerahmt der «Gesundheitsförderungspreis 2016». Dieser war dem Unternehmen im November 2016 vom Verein Artisana verliehen worden und spülte ein Preisgeld von 10000 Franken in die Kasse. Nun kommt ein weiteres Zertifikat hinzu. Am Mittwoch erhielt die Elkuch Eisenring AG den zweiten Preis des «Grand Prix Suisse» – «Gesundheit im Unternehmen». Mit dieser Auszeichnung belohnt die gemeinnützige Vereinigung Citizen@Work-Swiss mit Unterstützung von Gesundheitsförderung Schweiz, Suva und dem Bundesamt für Gesundheit seit 25 Jahren Unternehmen und Institutionen, die sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden und die Verhütung von Krankheiten und Unfällen engagieren.

Preis geht zum dritten Mal in die Ostschweiz

«Wir sind sehr stolz auf den Preis. Dieser bedeutet für uns, dass wir als KMU-Betrieb ein Thema aufgegriffen haben, über das – obwohl bekannt – in vielen Firmen nach wie vor kaum gesprochen wird», sagt Madeleine Ammann, Leiterin der Personaldienste und Zuständige für das Gesundheitsmanagement bei der Elkuch Eisenring AG. Der Stolz ist berechtigt. Nicht nur deshalb, weil das Jonschwiler Unternehmen damit die zweite Auszeichnung innerhalb zweier Jahre einheimst. Nach 2004 (Bühler AG, Uzwil) und 2008 (Huber + Suhner AG, Herisau) ist die Elkuch Eisenring AG erst die dritte Ostschweizer Firma, die diesen Preis erhält.

Auszeichnungen bedeuten Anerkennung. Darum geht es dem Unternehmen jedoch nicht. Im Zentrum stehen die Mitarbeitenden. «Wenn es diesen gut geht, geht es dem Unternehmen gut», bringt Madeleine Ammann die Win-win-Situation auf den Punkt. Überzeugt, dass eine Firma, die sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden einsetzt, auf dem Arbeitsmarkt Vorteile hat. Daher hat sie zusammen mit der Firmenleitung verschiedene Massnahmen ausgearbeitet. Ein wichtiges Instrument sind die internen Umfragen. Diese ergaben unter anderem, dass sich die Mitarbeitenden mehr Informationen seitens der Betriebsführung wünschen und sie die 2017 eingeführten Kreativpausen schätzen.

Themen anpacken – Probleme diskutieren

Für dieses Projekt, die Kreativpausen, wurde die Elkuch Eisenring AG unter anderem ausgezeichnet. Die unbezahlte viertelstündige Pause am Vormittag wurde um maximal dreissig bezahlte Minuten verlängert. In diesen Kreativpausen diskutieren die Mitarbeitenden monatlich Themen wie «Aktiv bleiben», «Kreatives tun» und «Sich entspannen». Mit dem Ziel, dadurch die psychische Gesundheit beim Arbeiten zu fördern. «In den Kreativpausen wollen wir eruieren, wie die Mitarbeitenden denken, wo Handlungsbedarf besteht und womit sie zufrieden sind», sagt Ammann. Ebenfalls für die Auszeichnung relevant waren die Schulungen der Vorgesetzten zum Thema «Psychische Gesundheit und Arbeit» und ihr Interventionsleitfaden. Letzterer legt fest, wann bei einem Problem eines Mitarbeitenden was zu tun ist und wann externe Fachstellen eingeschaltet werden.

Wertschätzende Führungskultur

Mitarbeiter-Informationen fanden bei der Elkuch Eisenring AG bisher einmal im Jahr statt. Nun sollen sie quartalsweise organisiert werden. Gesundheit sieht die Elkuch Eisenring AG generell als Teil ihrer Führungskultur. Ein zentrales Anliegen ist hierbei die Wertschätzung der Mitarbeitenden. Die Geschäftsleitung und die Teamchefs besuchen hierfür regelmässig interne Schulungen. «Zu einer wertschätzenden Führungskultur gehört, dass die Mitarbeitenden Lob, Kritik und Rückmeldungen erhalten», sagt Madeleine Ammann. Vergangene Woche wurde nun erstmals eine Reflexionswerkstätte durchgeführt, um zu prüfen, wie erfolgreich die Massnahmen umgesetzt wurden.

Mit ihrem betrieblichen Gesundheitsmanagement hat die Elkuch Eisenring AG auch Massnahmen fur gesundes Verhalten umgesetzt. Im Herbst und im Winter gibt es jeweils Apfel- und Orangenwochen. Zudem wird bei der Aktion «Bike to work» mitgemacht. Das Unternehmen arbeitet ausserdem eng mit SIZ Care AG und Helsana Gesundheitsmanagement zusammen. «Unser Ziel ist es, durch all diese Massnahmen die Krankheitsabsenzen zu senken und einen Beitrag zur Prävention zu leisten», sagt Madeleine Ammann.

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