Jonschwil bekommt einen Chäfer

Einwohner, die fernab der Öffentlichkeit eine ehrenwerte gesellschaftliche Leistung erbringen, sollen ausgezeichnet werden. Darum hat die Gemeinde Jonschwil dieses Jahr den Preis für den «Jonschwiler Chäfer» ins Leben gerufen.

Donat Beerli
Merken
Drucken
Teilen
Der Maikäfer ist eng mit der Geschichte der Gemeinde Jonschwil verbunden. (Bild: pd)

Der Maikäfer ist eng mit der Geschichte der Gemeinde Jonschwil verbunden. (Bild: pd)

JONSCHWIL. Seit fünf Jahren ehrt die Gemeinde Jonschwil erfolgreiche Sportler oder Berufsleute, die in ihrer Disziplin eine hervorragende Leistung erbracht haben. Dieses Jahr kommt eine neue Ehrung dazu: «Der Jonschwiler Chäfer». Mit dem mit 500 Franken dotierten Preis will die Gemeinde Menschen auszeichnen, die eine besondere Leistung abseits der Öffentlichkeit erbracht haben.

«Es gibt viele Menschen, die Ehrenhaftes für die Gesellschaft leisten, aber nie im Vordergrund stehen», sagt Jonschwils Gemeindepräsident Stefan Frei. Der «Chäfer» sei genau solchen Menschen gewidmet. Die Leistung könne eine beliebige sein, welche zugunsten der Gesellschaft in der Gemeinde, zugunsten von Einzelpersonen oder von Gruppen erbracht worden sei.

Kein Apéro mehr, dafür ein Bon

Die Ehrung in der Sparte Sport, die Übergabe des Lehrlingspreises sowie die Wahl zum «Jonschwiler Chäfer» gehen am 14. November in der Turnhalle Jonschwil über die Bühne. Im Gegensatz zu den Vorjahren wird auf einen Apéro verzichtet. Dafür bekommen alle Besucher einen Bon im Wert von fünf Franken, den sie nachher in den Chilbi-Beizen einlösen können.

Damit will die Gemeinde einerseits erreichen, dass die Turnhalle an besagtem Abend bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Anderseits soll den Chilbi-Beizen damit Leben eingehaucht werden. «Wir wollen den Anlass zu einem geselligen Fest für alle Bewohner machen», sagt Stefan Frei. Bisher wurden die Gemeinde auf vier mögliche Anwärterinnen und Anwärter aufmerksam gemacht, potenzielle «Chäfer» können der Gemeinde nach wie vor angegeben werden. Wer den ehrenvollen Preis gewinnt, darüber entscheidet eine fünfköpfige Jury, bestehend aus vier Einwohnern der Gemeinde sowie dem Gemeindepräsidenten.

Ehrenamt fördern

Was erhofft man sich von der neuen Auszeichnung? In erster Linie gehe es schlicht um die Anerkennung einer besonderen Leistung, sagt Stefan Frei. «Vielleicht gibt es aber auch den einen oder anderen, den die Auszeichnung zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit motiviert.»