Jetzt sollte das Spiel stattfinden

FUSSBALL. Der FC Sirnach startet mit einem Nachholspiel gegen den FC Frauenfeld die Rückrunde eine Woche früher als geplant. Die Partie findet am Sonntag um 14 Uhr auf dem Kett statt.

Urs Nobel
Drucken
Teilen
Alessandro Meier (gelb) nimmt im zentralen Mittelfeld des FC Sirnach eine tragende Rolle ein. (Bild: Urs Nobel)

Alessandro Meier (gelb) nimmt im zentralen Mittelfeld des FC Sirnach eine tragende Rolle ein. (Bild: Urs Nobel)

Zweimal musste diese Begegnung im vergangenen Herbst wetterbedingt verschoben werden. Einmal sogar sehr kurzfristig. Damals kursierten verschiedene Gerüchte, für welche der FC Sirnach verantwortlich gemacht wurde: «Die wollten gar nicht spielen. Die haben überhaupt nichts dafür getan, dass die Partie noch vor dem Wintereinbruch hätte durchgeführt werden können.» So tönte es jedenfalls auf Seiten zahlreicher Frauenfelder-Anhänger. Nach dem kurzen Wintereinbruch vom Mittwoch auf Donnerstag bestehen wiederum Zweifel an einer Durchführung. Seitens des FC Sirnach geht man jedoch davon aus, dass gespielt wird. Die notwendigen Vorkehrungen dafür sind jedenfalls getroffen worden.

Spiel mit Emotionen?

Muss trotzdem mit einem Spiel gerechnet werden, das besonders emotionell und aggressiv ausgetragen wird? Frauenfeld-Trainer Roman Wild gibt Entwarnung: «Innerhalb der Mannschaft waren die beiden Spielverschiebungen kaum je ein Thema und wenn doch, dann ist das bereits abgehakt. Ein besonderes Spiel wird es jedoch trotzdem werden. Die Spieler freuen sich nämlich auf dieses Kantonsderby und vor allem darauf, dass sie vor einer grossen Zuschauerkulisse spielen können.» Immerhin ist es der einzige Ernstkampf an diesem Wochenende auf einem regionalen Fussballplatz.

Spanien und Türkei

Der Frauenfeld-Trainer wie auch Ridvan Rexhepaj, der Trainer des FC Sirnach, blicken beide auf eine gelungene Vorbereitung, inklusive positiven Resultaten in den Vorbereitungsspielen zurück. Inbegriffen in dieser Aussage ist auch das Trainingslager. Frauenfeld weilte in Spanien, Sirnach in der Türkei. Auf Seiten der Sirnacher darf man gespannt darauf sein, ob die Spieler ihre Müdigkeit abgeschüttelt haben. Sie sind nämlich erst vor einer Woche wieder nach Hause zurückgekehrt. Der FC Frauenfeld weilte eine Woche früher in Spanien und hatte entsprechend länger Zeit, sich wieder an die hiesigen Temperaturen und den tiefen Rasen zu gewöhnen.

Beide Teamverantwortlichen können auf das fast komplette Kader zurückgreifen, haben also die Qual der Wahl bei der Bestückung der Startformation und der Entscheidung, wen sie auf die Bank schicken möchten. Somit können die beiden Trainer auch entsprechend den Resultaten je nach Spielerwechsel die Taktik ändern, sofern ihnen dies notwendig erscheint. Beide Trainer geben sich überzeugt: «Wir sind am Sonntag bereit.»

Entscheiden Auswechslungen?

Die Favoritenrolle muss aufgrund der Tabellenlage der FC Sirnach übernehmen. Der FC Frauenfeld hat sich jedoch nach einer schwächeren Startphase in der Vorrunde massiv verbessert, was den Part des Favoriten relativiert. Gut möglich, dass die noch vorhandenen Kraftreserven – oder die geschickten Auswechslungen – darüber entscheiden, wer als Sieger vom Platz geht.

Hinter der Spitze – weg vom Ende

Gewinnt der FC Sirnach, macht er Boden auf den Leader gut. Gewinnt der FC Frauenfeld, setzt es sich weiter gegenüber dem Tabellenende in Richtung sicheres Mittelfeld ab. Diese attraktive Ausgangslage dürfte am Sonntag als Garant für ein attraktives Spiel herhalten und als Werbung für den Fortverlauf der Rückrunde sorgen.

Aktuelle Nachrichten