Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Jetzt kann es losgehen: Töbeli-Sanierung startet in Flawil

Der Spatenstich für die Sanierung des Wasserbauprojekts im Flawiler Töbeli ist erfolgt. Die Planung für das rund elf Millionen Franken teure Projekt dauerte über acht Jahre.
Tobias Bruggmann
Das Regenbecken Töbeli steht bald im Zentrum der Bauarbeiten. (Bild: PD)

Das Regenbecken Töbeli steht bald im Zentrum der Bauarbeiten. (Bild: PD)

Die Bagger sind aufgefahren, die Strassenschilder, die eine Baustelle ankündigen, stehen bereits. Die Schaufel sticht in den vom Morgentau noch feuchten Boden – der erste Spatenstich ist erfolgt. Endlich kann die Sanierung des Töbeli beginnen. Gemeindepräsident Elmar Metzger hat mit Vertretern von Ingenieur- und Baufirmen den ersten Spatenstich zum Wasserprojekt Töbeli durchgeführt.

Das Entwässerungssystem wird umfassend saniert. Dafür werden zwei separate Kanäle übereinander gebaut. Durch diese wird dann das Wasser fliessen: «Der untere Kanal ist ein Mischsystem. Durch den Oberen wird der Dorfbach geführt», sagt Adrian Baumgartner vom Ingenieurbüro Gruner und Wepf AG.

Gemeindepräsident Elmar Metzger macht mit einem grossen Team den Spatenstich (Bild: Tobias Bruggmann)

Gemeindepräsident Elmar Metzger macht mit einem grossen Team den Spatenstich (Bild: Tobias Bruggmann)

Durch das Mischsystem, den unteren Kanal, wird sämtliches Abwasser, zum Beispiel aus Küche, Bad und WC, in die ARA Oberglatt geleitet. Bereits jetzt gibt es einen solchen Mischwasserkanal, dieser wird auf einer Länge von 135 Metern ersetzt. Die beiden neuen Kanäle führen dann von der St. Gallerstrasse zwischen den bestehenden Gebäuden hindurch zum Regenbecken im Töbeli, wo der Doppelstockkanal aufgeteilt wird: Der Mischwasserkanal führt ins Regenbecken und der Dorfbach wird in den Goldbach weitergeleitet.

Bauarbeiten sollen Bevölkerung nicht betreffen

«Die Bevölkerung bekommt von den Bauarbeiten fast nichts mit, da der grösste Teil der Arbeiten unter dem Boden stattfindet», sagt Gemeindepräsident Metzger. Dennoch sei das Projekt wichtig für die Zukunft: «Dieses System bringt viele Vorteile mit sich. Es ist ein Generationenprojekt für alle.» Auch der Lärm halte sich bei dieser Sanierung in Grenzen, verspricht Metzger.

«Einzig die betroffenen Anwohner könnten vielleicht etwas Baulärm hören.»

Es sei jedoch möglich, dass mehr Lastwagen durch die Gemeinde fahren als bisher, ergänzt Ingenieur Baumgartner.

Für die Bauarbeiter ist das Projekt gleich aus mehreren Gründen eine Herausforderung:

«Zum einen müssen wir den Gewässerschutz bereits in der Bauphase einhalten, zum anderen sind die Platzverhältnisse in der Gegend rund um das Töbeli sehr beschränkt und die Bauzone ist sehr eng»

Für dieses Projekt, das grösstenteils unterirdisch verläuft, wird zuerst eine Baugrube ausgehoben, die bis zu sieben Metern in die Tiefe herab reicht.

Langer Weg bis zum Baustart

Bereits 2010 hat die Bürgerversammlung einen Kredit über 7,3 Millionen Franken für die Sanierung des Wasserbauprojektes im Töbeli gesprochen. Dann geschah aber Unvorhergesehenes: Ende 2011 wurde eine neue Naturgefahrenkarte veröffentlicht. «Der Kanton hat das Projekt, das damals vorlag, deshalb nicht genehmigt», sagt Metzger. Der Knackpunkt war der Hochwasserschutz. Das Bauvorhaben musste folglich überarbeitet und so ausgelegt werden, dass die Gemeinde auch bei einem 100-jährigen Hochwasser des Dorfbaches geschützt wäre.

Die Überarbeitung verlief erfolgreich, der Kanton genehmigte das Projekt im vergangenen Jahr. Jedoch stiegen die Kosten und die Bürgerversammlung musste einen Ergänzungskredit über 2,2 Millionen sprechen – das geschah mit nur wenigen Gegenstimmen. Jetzt soll es aber schnell vorwärts gehen: Die Arbeiten beginnen und wenn alles reibungslos läuft, sind die Bauarbeiten in eineinhalb Jahren abgeschlossen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.