Jetzt ist viel Druck weg

Eine Serie der Ungeschlagenheit, wie sie der FC Sirnach hinlegte, kann auch leistungshemmend sein. Ab jetzt fängt es für die Hinterthurgauer wieder bei null an.

Urs Nobel
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FUSSBALL. Wegen der Cup-Hauptrunde – aus der Region sind keine regionalen Teams vertreten – und der dritten Vorrunde des Ostschweizerischen Verbandes OFV ruht der Meisterschaftsbetrieb in praktisch allen Ligen. Meisterschaftsspiele werden hingegen in der 2. Liga inter (FC Sirnach) und bei den Damen (FC Kirchberg sowie regionale Teams) ausgetragen.

Dank der dritten Cup-Vorrunde des OFV muss aber doch nicht auf Regionalfussball verzichtet werden. Dabei ist das Toggenburg mit dem FC Kirchberg (spielte gestern, Resultat nach Redaktionsschluss), dem FC Bazenheid, dem FC Bütschwil und dem FC Neckertal-Degersheim sehr stark vertreten. Zum Toggenburg (Untertoggenburg) zählt auch der FC Henau, der sich ebenfalls noch Hoffnungen ausrechnen darf, in einem Jahr wieder einmal einen attraktiven Club aus der Super oder Challenge League empfangen zu dürfen. Der Weg dahin ist allerdings noch weit. Die erwähnten Teams müssen noch dreimal in Folge gewinnen, ehe der Einzug in die Cup-Hauptrunde feststeht.

FC Herisau – FC Bazenheid

Die grössten Chancen, so weit zu kommen, werden dem Zweitligisten FC Bazenheid eingeräumt. Die Mannschaft um ihren Trainer Heris Stefanachi hat seit ihrem eigenen Turnier vor Saisonbeginn sichtlich Fortschritte erzielt und gehört zu den besten Teams in ihrer Stärkeklasse. Mit dem FC Herisau bekommen es die Alttoggenburger allerdings mit einem Gegner zu tun, der zu den Angstgegnern gezählt werden muss. Kommt hinzu, dass der FC Herisau im Cup stets sehr grosse Ambitionen hegt und diesen Wettbewerb nicht auf die leichte Schulter nimmt. Und: ihr Trainer ist ein echter Cupsieger. Fabinho – er wohnt in Wilen bei Wil – schoss damals beide Tore für den FC Wil beim Cupsieg gegen die Grasshoppers. Der FC Bazenheid steigt somit sicherlich nicht als Favorit in die morgige Partie, die auf dem Ebnet um 17 Uhr beginnt. Aber vorzeitig geschlagen gibt sich die Toggenburger Truppe garantiert nicht.

FC Sirnach – SV Schaffhausen

Für den FC Sirnach beginnt am Sonntag um 14 Uhr mit der Heimpartie gegen den SV Schaffhausen eine neue Zeitrechnung. Es handelt sich nämlich um das erste Spiel nach der ersten Niederlage in 16 Meisterschaftspartien. Dass mit dem SV Schaffhausen ein ambitionierter Gegner auf dem Kett antritt, soll ausnahmsweise als Vorteil für die Hinterthurgauer bezeichnet werden. Viel Druck ist weg.

Die Spieler von Trainer Ridvan Rexhepaj wissen nämlich seit spätestens einer Woche wieder, dass sie sich nicht nur darauf verlassen dürfen, kurz vor Schluss noch den Ausgleich zu erzielen oder sogar den Siegtreffer zu schiessen. Um zum Erfolg zu kommen, muss während der gesamten Spielzeit engagiert zur Sache gegangen werden. Temporäre Höhenflüge, wie sie einige Spieler in der Partie gegen Freienbach hatten, genügen in der Regel nicht. Die 2. Liga inter ist sehr ausgeglichen und hat nur wenige Spitzenteams. Schaffhausen gehört zu diesen.