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Jetzt ist in Rickenbach der Hauptsilo an der Reihe

Es sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen: Der Rückbaubagger frisst sich mit seinen Werkzeugen in 55 Metern Höhe in die ehemalige Silostube der Eberle Mühlen AG in Rickenbach und zermalmt den Beton mit einer Leichtigkeit, als sei es eine morsche Bretterwand.
Hans Suter
Mit einem meisselartigen Werkzeug wird die Silowand zuerst perforiert, damit das anschliessend zum Einsatz gelangende Beisswerkzeug richtig greifen und den Eisenbeton zermalmen kann. (Bilder: Hans Suter)

Mit einem meisselartigen Werkzeug wird die Silowand zuerst perforiert, damit das anschliessend zum Einsatz gelangende Beisswerkzeug richtig greifen und den Eisenbeton zermalmen kann. (Bilder: Hans Suter)

«Heute Morgen hatte es etwas Nebel, die Sicht war leicht eingeschränkt», sagt Maschinenführer Roman Gwerder. Es ist kein Scherz, sondern sein voller Ernst. Der Grund wird schnell klar: Zwischen dem Führerhaus des Baggers und dem Beisswerkzeug am Ende des Auslegers liegen einige Dutzend Meter. Der Muotathaler bedient nicht irgendeine Baumaschine, sondern den zweitgrössten Rückbaubagger der Schweiz.

Gutes Wetter ist entscheidend

Der Hauptsilo wird derzeit bis etwa zur Hälfte abgetragen. Dann erfolgt der Wechsel auf ein Beisswerkzeug mit sechsfacher Leistung. Verläuft alles planmässig, wird bis Weihnachten nicht mehr viel übrig sein von der ehemaligen Eberle Mühle.

Der Hauptsilo wird derzeit bis etwa zur Hälfte abgetragen. Dann erfolgt der Wechsel auf ein Beisswerkzeug mit sechsfacher Leistung. Verläuft alles planmässig, wird bis Weihnachten nicht mehr viel übrig sein von der ehemaligen Eberle Mühle.

Nur Nebel, starker Regen und eisige Kälte können die gewaltigen Kräfte des Rückbaugiganten stoppen. «Und natürlich technische Probleme», sagt Gwerder. Das könne immer wieder mal vorkommen. Wie in der vergangenen Woche, als viermal ein Schlauch ausgewechselt werden musste, was jedes Mal eine Dreiviertelstunde in Anspruch nimmt. Zurzeit läuft alles rund auf der aktuell grössten Baustelle Rickenbachs. Dank des guten Wetters konnte Ende vergangener Woche mit dem Rückbau des 55 Meter hohen Silos begonnen werden. «Sollte es zwischendurch wetterbedingt nicht möglich sein, auf dieser Höhe weiterzuarbeiten, kann bei den weniger hohen Gebäudeteilen rückgebaut werden», sagt Projektleiter Ruedi Signer vom Lommiser Bauunternehmen Ed. Vetter AG.

Sechsmal mehr Kraft möglich

Ein Mitarbeiter des Rückbauunternehmens erklärt dem ehemaligen Rickenbacher Landwirt und Getreidelieferanten Sepp Beck (Mitte) die Vorgehensweise.

Ein Mitarbeiter des Rückbauunternehmens erklärt dem ehemaligen Rickenbacher Landwirt und Getreidelieferanten Sepp Beck (Mitte) die Vorgehensweise.

«Sobald der Silo bis auf die Höhe der übrigen Gebäudeteile rückgebaut ist, können wir einen kürzeren Ausleger einsetzen», sagt Roman Gwerder. Mit gewaltigen Folgen: Das Werkzeug am langen Ausleger kann «nur» eine Kraft von 2,5 Tonnen entwickeln, während es das grössere Werkzeug am kürzeren Ausleger auf 15 Tonnen bringt. Noch ist unklar, ob zur Unterstützung später auch noch der grösste Rückbaubagger Europas zum Einsatz gelangt. Der 300 Tonnen schwere und 757 PS starke A-Rex M9300 wird vorerst noch in Basel gebraucht.
Das anfallende Betongranulat wird derzeit als Arbeitsrampe für den Rückbaubagger eingesetzt, indem die Kellergeschosse damit gefüllt werden. Sobald das nicht mehr nötig ist, wird das Material laut Ruedi Signer in einer mobilen Brechanlage an Ort zu Betonkies rezykliert und auf Baustellen in der Region weiterverwendet. Kommen die Arbeiten weiterhin planmässig voran, werde bis Weihnachten nicht mehr viel von der ehemaligen Mühle zu sehen sein.

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