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Jetzt hat's doch noch geklappt: Die Schulsozialarbeit in Wil wird ausgebaut

Das Parlament hat einem Ausbau der Schulsozialarbeit um 140 Stellenprozent zugestimmt. Der Antrag des Stadtrats wurde in leicht abgeänderter Form von allen Fraktionen mit Ausnahme der SVP unterstützt.
Gianni Amstutz
Auch bei Gewalt im Schulumfeld kann die Schulsozialarbeit intervenieren. (Bild: Hannes Thalmann)

Auch bei Gewalt im Schulumfeld kann die Schulsozialarbeit intervenieren. (Bild: Hannes Thalmann)

Stadträtin Jutta Röösli begründete den Ausbau der Schulsozialarbeit mit stetig wachsenden Schülerzahlen einerseits und gestiegenen Anforderungen anderseits. Die Schulsozialarbeit leiste einen wichtigen Beitrag in der Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.

Seit 2006 habe es keine Pensenanpassungen mehr gegeben. Die Ressourcen reichten deshalb schon lange nicht mehr aus, sagte die Schulpräsidentin. Präventionsarbeit könne aufgrund fehlender Personalressourcen derzeit jedoch kaum geleistet werden.

SVP lehnt Ausbau mehrheitlich ab

Sie vermochte damit nicht alle Parlamentsmitglieder zu überzeugen. Die SVP stellte den Nutzen der Schulsozialarbeit infrage. Vor allem aber kritisierte Ursula Egli im Namen der Partei, dass nach der Ablehnung eines Ausbaus der Schulsozialarbeit durch das Volk in einer Referendumsabstimmung 2014, der Stadtrat nur fünf Jahre später erneut einen ähnlichen Antrag vorbringe.

«Leider hat es das zuständige Departement nicht für nötig befunden, den Volkswillen zu akzeptieren.»

Dass es 2014 um insgesamt 250 Stellenprozent ging und der Stadtrat nun «nur» noch 140 Stellenprozent beantragte, vermochte die Gemüter bei der SVP ebenfalls nicht zu besänftigen.

Frage, ob es leitende Funktion braucht

Bei den anderen Fraktionen war der Ausbau um 140 Stellenprozent jedoch grundsätzlich unbestritten. Einzig die Frage, ob im Rahmen der Aufstockung eine leitende Stelle im Umfang von 40 Stelleprozent geschaffen wurde, sorgte für Diskussionen.

Die Parlamentsmehrheit folgte einer Empfehlung der Vorberatenden Kommission. Diese befand, dass es sinnvoller ist, die Ressourcen vollumfänglich in die konkrete Schulsozialarbeit fliessen sollen. Anstelle einer Leitungsfunktion sollen die Schulsozialarbeiter weiter den Schulleitungen unterstellt bleiben.

Die Leitungsfunktion habe einen wesentlichen Einfluss auf die fachliche Weiterentwicklung und Qualität der Schulsozialarbeit, verteidigte Jutta Röösli den Antrag des Stadtrats. Die Schulleitungen mit ihrem pädagogischen Hintergrund könnten dies nicht im gleichen Mass sicherstellen.

Unterstützung erhielt die Schulpräsidentin von der FDP. Jigme Shitsetsang, beruflich in Gossau als Leiter Soziales zuständig für die Schulsozialarbeit, sagte: «Für die FDP ist der Nutzen der Schulsozialarbeit unbestritten.» Der Wunsch der Schulsozialarbeitenden zur Schaffung einer leitenden Funktion sei ebenfalls nachvollziehbar. Qualitätsstandards könnten so effizienter umgesetzt werden, da dann die nötige fachliche Begleitung gewährleistet wäre.

Ressourcen besser nicht für Leitungsposition nutzen

SP, Grüne Prowil und CVP sahen in der leitenden Funktion eine unnötige Verwaltungsposition. Diese würde Ressourcen binden, die andernots besser gebraucht werden könnten, sagte Brigitte Gübeli (CVP) und brachte damit den Einwand der Parlamentsmehrheit auf den Punkt.

In der Schlussabstimmung setzte sich der Antrag der Vorberatenden Kommission (jener, bei dem keine leitende Position geschaffen wird) gegenüber jenem des Stadtrat durch. Der Ausbau wurde schliesslich mit 26 Ja- zu 11 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung angenommen

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