Jetzt gehören sie zusammen

Bischof Markus Büchel errichtete am Sonntag in einem feierlichen Festgottesdienst die Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland, welche die katholischen Pfarreien der Gemeinden Zuzwil und Niederhelfenschwil umfasst.

Ernst Inauen
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Bischof Markus Büchel sucht am Apéro nach dem Festgottesdienst den Kontakt mit der Bevölkerung. (Bild: Ernst Inauen)

Bischof Markus Büchel sucht am Apéro nach dem Festgottesdienst den Kontakt mit der Bevölkerung. (Bild: Ernst Inauen)

NIEDERHELFENSCHWIL. «Dieser Empfang am Christkönigssonntag für die Errichtung der Seelsorgeeinheit ist im ganzen Bistum einzigartig», freute sich der Bischof bei der Begrüssung im Festgottesdienst. Die Pfarreien Zuzwil-Züberwangen sowie die Pfarreien Niederhelfenschwil-Zuckenriet und Lenggenwil bilden die neue Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland. Am 1. Januar 2015 tritt die Seelsorgeeinheit in Kraft. Pfarrer Simon Niederer wird vom Seelsorger-Team mit Pfarrer Erwin Keller, Pastoralassistent Primo Grelli und Katechetin Karin Jud unterstützt.

Festliche Gestaltung

Das wunderschöne Ambiente der Barockkirche, der beeindruckende Festgottesdienst mit Bischof Markus Büchel und die musikalische Umrahmung sprachen Herz und Gemüt an. Die Musikgesellschaft Niederhelfenschwil führte das Seelsorge- und das Ministrantenteam vom Schulhaus in die Kirche. Das Gotteshaus war bis auf die letzten Plätze mit Gläubigen aus beiden Gemeinden besetzt.

Damian Käser, im Bistum zuständig für die Errichtung der Seelsorgeeinheiten, erklärte die Bedeutung der neuen Organisationsform. Sie biete Chancen, das kirchliche Leben vielseitiger zu gestalten. Die Seelsorge werde einem Team übertragen, die Pfarreien blieben jedoch bestehen. Die Organistin Susanne Debrunner, Kurt Meienhofer, Euphonium und der Jungwachtchor Lenggenwil sorgten für musikalische Akzente.

Die Taufe als Grundstein

Beim offiziellen Akt verlas Käser die Dekrete für die Seelsorger. In seiner Festpredigt erwähnte Bischof Markus die sinnvolle Plazierung des Taufsteins in die Mitte der Kirche. Bei der Taufe werde der Grundstein für ein christliches Leben gelegt. Er knüpfte seine weiteren Gedanken an das Tages-Evangelium an. «Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan. Und was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan.» Das weise auf die Barmherzigkeit Gottes, aber auch auf Forderung nach Gerechtigkeit hin. «Für mich ist es ein Erlebnis, zu spüren wie alle nach dem Festgottesdienst sich Zeit nehmen, um Gemeinschaft zu pflegen. Das ist ein gutes Zeichen für ein fruchtbringendes Pfarreileben in der Seelsorgeeinheit», sagte Bischof Markus nach dem Gottesdienst.