Jetzt bildet das «Feld» eine Einheit

Am Samstag feierte die Gemeinde Flawil die offizielle Eröffnung des Oberstufenzentrums Feld nach dessen Erweiterung. In drei Jahren und mehreren Etappen wurde es saniert und aufgestockt. Die rund 20 Jahre bestehenden «provisorischen» Container sind damit definitiv Geschichte.

Mario Fuchs
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Schulleiter Claudio Besio (ganz links) freut sich gemeinsam mit den Lehrkräften über die neue, auffallend helle Schulküche. (Bild: Mario Fuchs)

Schulleiter Claudio Besio (ganz links) freut sich gemeinsam mit den Lehrkräften über die neue, auffallend helle Schulküche. (Bild: Mario Fuchs)

FLAWIL. Regen und Nebelschwaden zogen am Samstagmorgen übers Dorf. Die Sicht auf das «neue» Oberstufenzentrum Feld war deshalb eingeschränkt – und doch beeindruckte der erste Blick auf die sanierten Gebäude: Die Provisorien, zwei Container, sind weg, und die Schulhäuser, Trakt 1 bis 4, kommen in einer modernen Einheit daher: Alle mit der gleichen Fassade, alle mit flachem Dach. So, als wäre das Zentrum einst so gebaut worden.

Wurde es aber nicht. Das zeigte sich deutlich während einer Begehung an diesem Tag der offenen Tür. Schulleiter Claudio Besio und Schulratspräsident Elmar Metzger führten rund 300 Interessierte so durch die Räume, wie sie erbaut oder saniert worden waren: in Etappen.

Gang durchs Dorf hinfällig

Trakt 1 und 2 erhielten zuoberst neue Räume. Einst mit Steildach gebaut, wurden sie je um ein zusätzliches Stockwerk erweitert und im gleichen Schritt optisch den Flachdächern von Trakt 3 und 4 angeglichen. Trakt 4 erhielt hingegen zuunterst neue Räume: für das Fach Werken sowie eine neue, dritte Schulküche für den Hauswirtschaftsunterricht.

Bislang verfügte das OZ Feld zwar bereits über zwei Schulküchen, die dritte aber befand sich im Primarschulhaus Grund. Resultat: Schüler und Lehrer mussten für einige Lektionen jeweils durch das ganze Dorf und wieder zurück spazieren. Diese Tage sind nun Vergangenheit. Mit viel Freude im Gesicht präsentierten die Hauswirtschaftslehrpersonen am Samstag ihre neuste Küche dem Publikum. Sie demonstrierten dabei auch gleich, dass Technik und Handwerk bestens funktionieren: Sie bekochten die Gäste mit einer schmackhaften Brotsuppe. Diese wärmte die klammen Finger, die's vorher während des offiziellen Eröffnungsakts draussen auf dem Pausenplatz gegeben hatte. Denn während Gemeindepräsident Werner Muchenberger («Wir können den Baukredit von 5,9 Mio. Franken voraussichtlich einhalten.») und Schulratspräsident Elmar Metzger («Wir freuen uns, die neuen Räume nach 3,5 Jahren übernehmen zu können.») sprachen und die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Chorformationen sangen, regnete es in Strömen.

Gruppenräume, neue Büros

Schulleiter Claudio Besio blickte während der Führung zurück auf die Anfänge des Bauprojekts. «Ursprünglich war keine Aufstockung vorgesehen, sondern ein neuer Trakt 5 auf der grünen Wiese», erklärte er. Der damals amtende Bauverwalter kam aber zusammen mit einheimischen Handwerkern auf die Idee der Aufstockung.

Die Konstruktion besteht aus Holzbalken und ist selbsttragend. Der Vorteil: Die Wände der Schulzimmer, Gruppenräume und Büros könnten später bei Bedarf ohne grossen Aufwand versetzt oder entfernt werden. Büros erhielten in den neuen Stöcken die Schulsozialarbeit und der schulische Heilpädagoge.

Eingerichtet sind die neuen, hellen Schulzimmer zwar zeitgenössisch, aber – nicht zuletzt aus Kostengründen – nicht hypermodern: Beamer statt Hellraumprojektor, aber klassische statt elektronische Wandtafel.

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