Jetzt beginnen die Hauptarbeiten

Die Winterpause ist vorbei: Ab 16. Februar bis Ende Jahr wird die Thurbrücke auf der Strecke Henau–Zuzwil instand gesetzt. Die von Robert Maillart erbaute Brücke wurde schon mehrmals saniert, aber noch nie so umfassend wie diesmal.

Urs Bänziger
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Die Vorarbeiten für die Sanierung waren aufwendig. Die ganze Brücke wurde eingerüstet, unter der Bogenmitte wurde ein Abfangturm errichtet. (Bild: Urs Bänziger)

Die Vorarbeiten für die Sanierung waren aufwendig. Die ganze Brücke wurde eingerüstet, unter der Bogenmitte wurde ein Abfangturm errichtet. (Bild: Urs Bänziger)

HENAU. Am Montag in einer Woche beginnen an der Thurbrücke Felsegg die eigentlichen Sanierungsarbeiten. Ab diesem Zeitpunkt ist die Brücke bis Dezember für den Verkehr gänzlich gesperrt. Mit den Hauptarbeiten werden insbesondere die Fahrbahnplatten ersetzt sowie der Brückenbogen und die Jochpfeiler instand gesetzt. Ausserdem wird die Bogengründung verstärkt. Während dieser Arbeiten sei es nicht möglich, die Brücke zu befahren, erklärt Projektleiter Sandro De Luca.

Die 1933 vom bekannten Ingenieur Robert Maillart erbaute Brücke ist zwar in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals saniert worden, aber nicht so umfassend wie diesmal. Die Brücke ist in einem schlechten Zustand und genügt den heutigen Verkehrslasten nicht mehr.

Breitere Fahrbahn

Die Eisenbetonkonstruktion weise massive Schäden auf und müsse erneuert werden, sagt der Projektleiter, was nach einer über 80jährigen Belastung durch den Strassenverkehr aber üblich sei. «Wir werden das Tragwerk gründlich sanieren, so dass es für die nächsten Jahrzehnte wieder standhält», sagt De Luca. Trotz der eleganten, filigranen Bauweise habe Robert Maillart eine robuste Brücke erstellt. Grossen Wert wird bei der Sanierung auf das äussere Erscheinungsbild gelegt, denn die Felsegg-Brücke steht unter Denkmalschutz. Die Bauarbeiten sollen denn auch in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege ausgeführt werden.

Im Zuge der Sanierung wird die ursprüngliche Fahrbahnbreite von 6,5 Metern wiederhergestellt. Damit könnten nach der Instandsetzung auch Lastwagen auf der Brücke kreuzen, informiert das Tiefbauamt. Bei den beiden Gehwegen wird die Breite auf 1,5 Metern belassen.

Aufwendig gestalteten sich die Vorarbeiten, welche im vergangenen August begonnen hatten. Die ganze Brücke wurde eingerüstet und eingekleidet.

Auf jeder Uferseite ein Kran

Die Vorarbeiten dauerten bis Anfang Dezember. Seither herrscht Winterpause. Wie De Luca sagt, wird in der nächsten Woche auf beiden Uferseiten ein Baukran gestellt. Die Gesamtkosten der Sanierung betragen rund 5 Millionen Franken.

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